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Grimmwelt Kassel, Dauer-Ausstellung „Erlebniswelt“

…im Jubiläums-Jahr (10!) mit einigen ausgetauschten Objekten, manche einerseits vor zu langem Lichteinfall zu schützen und anderseits Neues beizufügen. Dazu gehören Besucher-Porträts, via Treppen-Zugang aufgenommen, als Jubiläums-Aktion – und AiWeiWeis Wurzeln, die er gestiftet hat (s.u.) …für manche aus der Besucherschar interessant zu interpretieren, wie ich erfahren konnte  … Und generell metaphorisch das Werk der Gebrüder Grimm zusammen fassend: als back to the roots, die Märchen als Ausgangspunkt fürs Erfassen der deutschen Sprache, wie das übrigens auch in Finnland seinerzeit geschehen war.. Zwar war ich schon ein paar Mal in Kassel, jedoch immer „nur“ auf dem Ausstellungs-Gelände der jeweiligen documenta unterwegs. Anlässlich der Sonder-Ausstellung „Ich, da Tier“ im Comic (von mir für Comicoskop besprochen) schaffte ich dann endlich auch den Besuch dieser beeindruckenden Schau über die Gebrüder Grimm: Zum einen die Märchenwelten, zum anderen das Wörterbuch-Projekt, mit sensationellen Exponaten, beginnend vor 200 Jahren: Toll, was die Familie über die Jahrzehnte hat bewahren können! Inkl. dem UNESCO-Weltkulturerbe, nämlich originalen Erstausgaben von Grimms Wörterbuch, mit handschriftlichen Anmerkungen für die zweite Auflage.

Meine kompetente Begleiterin war Dr. Claudia Schmelzer, die mich durch die alphabetisch gereihten Exponate geleitet hat und manch relevantes Ergänzendes beizutragen verstand. Fazit: Vielerlei historische Momente sind dort visualisiert und quasi haptisch verfügbar, wenn auch Anfassen verboten ist (resp. verunmöglicht, da in Vitrinen). Anregende Impulse für unsereins in der Weiterbildung Tätige gibt´s genug, siehe die Interaktions-Angebote – primär für Kids, doch gerne auch von Erwachsenen genutzt, gar von mir. Und mehr ist geboten, quasi Vorlagen liefernd fürs eigene Umsetzen in Maßnahmen! Eine klassisch-traditionelle Variante, Situationen in 3D erlebbar zu visualisieren, ist das Diorama: In der Grimmwelt gibt es eine ganze Serie, treffend zur Thematik in Papier gestaltet von einem ukrainischen Künstler, Alexej Tchernyi, inzwischen in Berlin lebend und wirken, siehe das Beispiel unten.

Fazit: Mal wieder ein exzellentes Beispiel, warum der Blick zur Nachbar-Disziplin „Museums-Pädagogik“ für unsereins Andragogen sinnvoll sein kann! Wer also auf einer Tour Kassel als Haltepunkt wählen mag, tue dies: Zwei bis drei Stunden genügen vollauf für ein erstes intensives Erleben von Märchen & deutscher Sprache… (Per DB Kassel-Wilhelmshöhe plus ca. ½ h per Tram 1 oder 3 bis Halt Fünffensterstraße und dann zu Fuß ein paar Straßen weiter.)



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