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Wissenschaftlich formulieren: Ein Arbeitsbuch

Autor Agnes Lieberknecht / Yomb May
Verlag Narr UTB
ISBN 978-3-8233-8267-6

„Mit zahlreichen Übungen für Schreibkurse und Selbststudium“ ist dieses Workbook im klassischen (Über-)A5-Hochformat alles zu empfehlen, die etwa ein Zweit- oder Duales Studium resp. berufsbegleitend „als akademische Quereinsteiger“ bestreiten (wollen) – und damit dortigem Schreib-Stil fern liegen… Ergo auch für Trainer, Coaches und Berater, die spät(er) einen akademischen Grad erlangen möchten.

Struktur und Inhalt
…sind zwei relevante Perspektiven, die Leser (und Nutzer!) hier einnehmen müssen: Formales wie Formuliertes ist zu berücksichtigen! Dies sind die Leitfragen, sich Schritt für Schritt durch Vorgaben zu arbeiten, Erwartetes zu erfüllen: „Wie strukturiere ich meine Arbeit sprachlich sinnvoll und formuliere die so wichtigen fließenden Übergänge zwischen den Kapiteln? Wie schaffe ich es, diesen berüchtigten roten Faden zu finden, auf den alle hinweisen? Was macht einen wissenschaftlichen Schreibstil aus, wie treffe ich den richtigen Ton? Diese Fragen stellen sich die meisten Studierenden, wenn es darum geht, eine wissenschaftliche Arbeit zu verfassen. Dieser Band vermittelt wichtige Grundlagen und Techniken und führt systematisch an die Anforderungen wissenschaftlichen Schreibens heran: Anhand von Regeln, Beispielen und vielen Übungen macht er Studierende unterschiedlicher Fachrichtungen mit der Wissenschaftssprache vertraut und leitet dazu an, einen wissenschaftlichen Schreibstil zu entwickeln. Das Buch ist auf die Bedürfnisse von Studierenden in Bachelor- und Masterstudiengängen zugeschnitten. Es eignet sich sowohl für fächerübergreifende Schreibkurse als auch für das Selbststudium.“ Deutlich über 200 Seiten sind geboten, je Kapitel Übungen (und die Lösungen dazu) inklusive.

Viel Sorgfalt
… braucht es, dem allen zu folgen. Dabei bilden die Autoren auch Rahmen, sodass ein Verstehen für sinnvolles Vorgehen Lesern möglich wird – wichtig, das Gebotene dann in die Praxis übertragen zu können. Dies sind die großen Kapitel-Überschriften: Die Sprache der Wissenschaft (u.a. … vs. Alltagssprache) – Thema, Forschungsfrage und Zielsetzung formulieren (u.a. wie grenze ich … ein) – Argumentations-Verfahren / argumentatives Formulieren (u.a. eigene und fremde Positionen abwägen…) – Wissenschaftssprachliche Strukturen gezielt anwenden (u.a. Nominalstil und Verbalstil gezielt einsetzen) – Textkohärenz: Den roten Faden verknüpfen (u.a. Vernetzungs-Strategien anwenden) – Der wissenschaftliche Schreibstil: Den richtigen Ton treffen (u.a. Schreib-Perspektive) – Verständlich formulieren (u.a. Schachtelsätze auflösen). Gerade diese letzte Kapitel war und ist mir sehr wichtig – denn manche/r meint immer noch, Wissenschaftssprache heiße: komplizierte Gedankengänge in seitenlange Sätze quetschen. Dass derlei relevant ist, zeigte mir kürzlich die Diskussion an einer Uni eben zu diesem Thema, rund ums Korrigieren von studentischen Arbeiten… Sehr zu empfehlen, umfassend wie detailreich, leicht nachvollziehbar und zugleich höchst fundiert. HPR www.dialogprofi.de www.gabal.de

Hanspeter Reiter