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Wikinomics

AutorTapscott / Williams
Verlagsonstige

332 Seiten
ISBN 978-3-446-41219-4
Preis: 19,90 Euro
 

Schon lange ist klar: Das Web als Kommunikations- wie Commerce-Netz wird vor allem geschäftlich genutzt – b2b einkaufend wie verkaufend. Dass open source und offene Kommunikation weltweit manches Unternehmen vor dem Ruin bewahrt hat, das zeigen die Autoren in diesem Band auf, der auch Web 2.0 unter neue Blickwinkel stellt: User generated content passiert auch aufgrund konkreter Anfragen von Lösung suchenden Unternehmen – und wird dann bestens bezahlt. Das Teilen von Wissen gibt es schon lange vor Wikipedia – siehe Linux als offenes Betriebssystem. Sogar die Computerwoche widmet „Wikinomics“ ein ausführliches Interview mit Don Tapscott ( 38/2007) und fokussiert auf die vier entscheidenden Prinzipien: „Öffnung nach außen (open), Umgang mit externen Partnern auf Augenhöhr (peer), Teilen von Informationen und Ergebnissen (share) sowie globales Handeln (act globally).“ Während bisher die Innovations-Diskussion meist auf Unternehmens-Ebene geführt wurde (Belohnungs-Systeme und Vorgehensweisen des Vorschlagswesens), erweitert dieses Buch den Blick in eine (scheinbar) völlig neue Dimension: Das Rad muss nicht immer wieder neu erfunden werden – und: es überhaupt zu erfinden, fällt erheblich leichter, wenn ? tausende Fachleute statt ? einiger 100 ihre Ideen einbringen. Nun, wenn das so einfach wäre… Gibt es doch genügend Gründe, mit seinen Problemen hinter dem Busch zu halten statt sie hinaus zu posaunen, in die weite Web-Welt. Diskutiert wird Geheimhaltung wie auch das Thema Copyright (Digital Rights Managament), etwa anhand der Medien (Musik, Video…). Das Stichwort „open innovation“ hat übrigens auch eine Konferenz des BMBF (Bundesministerium Bildung und Forschung, Dr. Annette Schavan) aufgegriffen; via www.innocentive.com  kann viel Geld verdienen, wer für einen Nachfrager die passende Lösung findet. Somit ist „Wikinomics“ brandaktuell, in Zeiten von Web 2.0 und seinen Ablegern von Wikipedia über Flickr und YouTube hin zu MySpace & Co. Lesenswert, diskussionswürdig…

Hanspeter Reiter