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Was unsere Kinder wissen müssen

AutorThomas Kerstan
VerlagEdition Körber
ISBN978-3-89684-263-3

„Ein Kanon für das 21. Jahrhundert“ ist hier vorgelegt, und zwar „Von Abendlied bis Zahlenteufel: 100 Werke, die man kennen muss“: Schau ma mal!

Kanon: So soll er sein
Ein hehrer Versuch, aus allen möglichen Genres das zusammen zu stellen, was Wissen und Verhalten ausmacht, aus vielerlei Quellen gespeist. Ein hoher Anspruch, der gelungen scheint, eben gerade wegen dieser Breite, die bewusst „das Buch“ als reine Plattform verlässt. Um nämlich genau dies zu vermeiden: „Seit Jahren wird bis zum Überdruss über Strukturen und Formendes Lernens gestritten. Das geht aber am Kern der Sache vorbei, erklärt Thomas Kerstan, Bildungsredakteur der ZEIT. Stattdessen muss wieder über die Inhalte diskutiert werden. Kerstan begreift Bildung als den Kitt, der die Gesellschaft zusammenhält: Indem wir uns über das verständigen, was wissenswert ist, definieren wir zugleich die Leitplanken unseres Zusammenlebens.“ Bildung also, das kann auch Weiterbildung sein: Denn mithilfe einer solchen „Bullet-List“ lässt sich ja auch Versäumtes durchaus nachholen: Fühle Leser sich motiviert, dieses oder jenes sich zu gönnen!

Ein Blick in den Inhalt
… mit immer um die zwei Seiten präsentiert, mögliche Quelle inklusive (also Ausgaben etc.), sich Buch, Musik, Film etc. zu besorgen. Weitaus vergnüglicher zu lesen als Stoff des Deutsch-Unterrichts im Sinne von „Inhaltsangabe plus Interpretation“: Hundert Werke, die unsere Kinder – und nicht nur die – kennen müssen, stellt Thomas Kerstan kurz und unterhaltsam vor. Hundert Werke aus Musik, Mathematik und Malerei, aus Literatur und Naturwissenschaft, aus Geschichte, Philosophie und Politik. Bücher sind ebenso darunter wie Filme, TV-Serien, Songs, Gemälde oder Fotos.“ Weil es um mehr geht als „nur Literatur“: „
Mit seinem Kanon öffnet Thomas Kerstan den Blick für die Breite der Allgemeinbildung. Er will dazu inspirieren, sich einmal auf die Relativitätstheorie einzulassen, ein Computerspiel kennenzulernen oder die Geschichte unseres Landes aus anderen Blickwinkeln zu entdecken. Oder ganz allgemein: Wissenslücken zu schließen. Und er lädt dazu ein, in Schulen, der Familie und mit Freunden darüber zu diskutieren, welche Bildung uns wichtig ist und was wir für eine gute Zukunft wissen müssen.“ Für eine Zukunft also, mit der wir uns gut stellen? Finden Sie wieder, was Sie längst vergessen haben – oder verarbeitet. Stoßen Sie auf Anregendes für noch nie Entdecktes … Weiterbildung für Weiterbildner jeglicher Couleur also auch. Verbunden mit der Chance, Stoff für allfällige Trainings-Themen oder Coachings zu finden! HPR

Hanspeter Reiter