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Unbarmherzig

AutorInge Löhning
VerlagUllstein
ISBN978-3-548-29097-3

„Ein Gina-Angelucci-Krimi, Band 2“ verweist auf eine Serie, noch ziemlich am Anfang. Erinnert einmal an Su Terhan und seinen machohaften türkischen Kommissar Pascha (für M-Fälle zuständig = Migration beteiligt) – wie auch an „München Mord“, die für spezielle Fälle zuständigen Kellerkinder…

Zeitgeschichte
Eine Mischung aus Lokalkrimi und historischem Thriller bietet diese Story: Aufgearbeitet werden Geschehnisse aus der Nazi-Zeit, durchaus mit Hand und Fuß in der Realität, wie die Autorin in Ihren „Anmerkungen“ s. 380f. notiert … Hierum geht es, kurz gefasst: „Gina Angelucci, Spezialistin für Cold Cases bei der Münchner Kripo, ist aus der Elternzeit in den Dienst zurückgekehrt. Ihr Ehemann und Kollege Tino Dühnfort betreut die kleine Tochter.“ Durchaus modern also, die Rollen-Verteilung, wenn´s auch gelegentlich knirscht… „Als in dem idyllischen Dorf Altbruck zwei Leichen gefunden werden, die mehrere Jahrzehnte verscharrt gewesen waren, übernimmt Gina die Ermittlungen. Die Identität der Toten nach so langer Zeit zu klären, erscheint zunächst als unlösbare Aufgabe. Dann wird klar, dass das weibliche Opfer aus dem Baltikum stammt. War sie eine Zwangsarbeiterin?“ Und wer kann die andere Person sein, die männliche? Wie hängen die beiden zusammen, gar eine Beziehungstat? Doch da kommt noch mehr: „Während Gina einen Mörder sucht, der vielleicht selbst nicht mehr am Leben ist, bemerken sie und Tino nicht, dass ihnen jemand ihr privates Glück missgönnt und es zerstören will.“ Was wiederum mit ihrer eigenen Vergangenheit zu tun hat, wie häufig bei Ermittlern jeglicher Couleur… Spannend – zugleich unterhaltsam wie nachdenklich stimmend. HPR www.dialogprofi.de www.gabal.de

Hanspeter Reiter