The Woman in Suite 11
| Autor | Ruth Ware |
| Verlag | dtv |
| ISBN | 978-3-423-26444-0 |
„Wenn deine Vergangenheit dich einholt, gibt es kein Entkommen“ muss Hauptperson Lo feststellen – und sich durch verwirrende Ereignisse quälen, auf spannenden 400 Seiten.
Flashbacks
…gibt´s hier zuhauf, scheinbare jedenfalls, in Gestalt von Mitspielern aus früherem Geschehen, die unsere Protagonistin weniger gern wieder erlebt hätte, sich wohl oder übel an „The Woman in Cabin 10“ erinnernd: „Ein Luxushotel in der Schweiz, ein mysteriöser Gast, ein tödliches Spiel. Lo Blacklock wagt einen Neuanfang: Obwohl die traumatischen Erlebnisse auf dem Kreuzfahrtschiff vor vielen Jahren sie noch immer begleiten, ist die Einladung zur Neueröffnung eines Luxushotels in der Schweiz ihre Chance endlich ins Berufsleben als Reisejournalistin zurückzukehren. Das Hotel am Ufer des Genfer Sees ist traumhaft und Lo hofft, dort ein Interview mit dem exzentrischen Hotelbesitzer Marcus Leidmann ergattern zu können. Als sie eines Nachts überraschend in sein Hotelzimmer eingeladen wird, ist Lo zwar skeptisch – doch ihre Neugier ist stärker. Umso überraschter ist sie, als sie von einer ihr nur zu bekannten Frau empfangen wird, die behauptet, Marcus‘ Geliebte zu sein und sich in Lebensgefahr zu befinden. Es beginnt ein tödliches Katz und Maus-Spiel…“ in dem sie sich wohl oder übel behaupten muss, hin und her gerissen zwischen Loyalitäten der früheren Lebensretterin und ihrer inzwischen gewachsenen eigenen Familie, der der manipulative Alphamann Leidmann a bissal arg nahe kommt (S. 134f.)… Sehr zeitgemäß sind Kommentare aus Finanz-Plattformen eingeschoben (S. 91f. z.B.), die das Geschehen rund um die Leidmannn-Group begleiten und so die Leser-Perspektive erweitern – wie auch zu Jagen und Sammeln (Pilze! S. 122f. etc.). Wer (wie ich) bis dato eine Reise mit dem Eurostar gen GB versäumt hat, kann eine solche mit erleben (S. 169f.) und sich ggf. für Abläufe in der Zukunft wappnen – wie auch zur Ankunft am US-JFK-Flughafen: Dort erlebt die Protagonistin erstmals das Gefühl, „zuhause“ anzukommen, als ursprüngliche Britin (S. 392f.), voila! Was der Leserschaft „verraten“ mag: Es gibt sie noch, die Happy-endings. Hmm, was klar war – schließlich soll die Serie fortgestetzt werden …HPR www.dialogprofi.de www.gabal.de
