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Schreibschriften

AutorLena Zeise
VerlagHaupt
ISBN978-3-258-60215-8

„Eine illustrierte Kulturgeschichte“ verspricht umfassenden Einblick ins Entwickeln von Handschrift. Durchaus relevant für unsereins Trainer, Coaches und Berater – Weiterbildner jeglicher Couleur. Für Präsenz wie auch fürs Virtuelle – es hat seinen Grund, dass es extra Seminare gibt, fürs FlipChart-Schreiben …

Eine reich illustrierte Reise
…durch die europäische Schriftgeschichte kann Leser hier mitmachen: „Handschriften sind persönlicher als digitale Botschaften davon zeugt der Lettering-Trend. Mit Informationen über Schreibgeräte und Materialien, die die Schriftentwicklung beeinflusst haben.“ Auf über 200 Seiten im Großformat, das dem Darstellen entgegen kommt – und in einem frei gestalteten Halbleinen-Band, durchaus edel, dem Thema angemessen. Wenn auch gilt: „Schreibschriften sind für uns etwas Alltägliches. In der Schule erlernt, hat man sich entweder mit der «laufenden Schrift» angefreundet oder sie bald gegen die Druckschrift ausgetauscht.“ Bekanntlich ein Streit-Thema der letzten Jahre, wenn es ums Schreibenlernen in der Grundschule geht! „Tatsächlich gehören die Schreib- oder Kursivschriften schon seit Jahrtausenden zu unserer menschlichen Zivilisation und dienten der Speicherung von Wissen.“ Und erleichtertem Lernen, spielt dabei die Haptik doch eine starke Rolle!

Die Poesie des Schreibens
… nennt die Autorin Ihr Werk einleitend, bevor es ans Eingemachte geht, in vier Kapiteln, überschrieben so: Das Wesen der Schrift (Vom Bild- zum Lautzeichen), Die Unterteilung von Schriften (von der Chronik zum Tagebuch), Die Merkmale der Schreibschrift (Bewegung & Rhythmus), Die Bewegung des Schreibens (Das präzise Greifen). Alles drin also: „Dieses reich illustrierte Buch führt durch die europäische Schriftgeschichte, es stellt historische und politische Sachverhalte zum handschriftlichen Schreiben dar und greift aktuelle Diskussionen zum Thema Handschrift auf. Da Schreibschriften stark vom Schreibwerkzeug und den Trägermaterialien geprägt sind, dürfen auch Exkurse zu Gänsekiel, Schiefertafel oder Faserschreiber nicht fehlen.“ Und leitet schließlich aus ins Digitale, durchaus zeitgemäß…

Der FlipChart-Kurs
…ist mir bisher immer wieder entwischt – oder ich ihm: Nachdem ich mir durch exzeptionelles Mitschreiben auf dem Gymnasium meine Handschrift versaut hatte (Kurzschrift-Kurs nützte nur vorüber gehend), kam ich seinerzeit als 14-Jähriger rasch auf Schreibmaschine, im Selbstlernen. Weswegen ich heute auf der Computer-Tastatur recht schnell zehnfingrig zu schreiben vermag. Doch am FlipChart … Man sehe es mir nach ;-) … Umso alerter entdecke ich Bücher wie dieses! Zu empfehlen also allen, denen es ähnlich geht wie mir. Und quasi erst recht jenen, die einfach mal abgleichen wollen …HPR www.dialogprofi.de www.gabal.de

Hanspeter Reiter