REM
| Autor | Annika Strauss, Sebastian Fitzek |
| Verlag | Droemer |
| ISBN | 978-3-426-275076-0 |
„Psychothriller-Bestseller-Autor Sebastian Fitzek meets Horror-Queen Annika Strauss. Nervenkitzel garantiert“ mit mehr als 300 Seiten wird einer Trigger-Warnung eingeleitet!.
Fantasy-Horror-Sci-Fi
…ist hier als vielseitiges Genre-Mix „friedlich“ vereint, gelungen kombiniert und in einen Thriller mit diversen Spannungsbögen umgesetzt, rund um ein sehr zeitgemäßes Thema: „Schlafen. Träumen. Sterben. Stell dir vor, deine Träume wären nach dem Aufwachen nicht verschwunden, sondern aufgezeichnet worden. Du könntest sie dir jederzeit ansehen. Doch dann wäre dein nächster Schlaf dein letzter …“ Ums Somnabule geht es und um Gegenmittel, Schlaf-Forschung mithilfe von Polysomnografie z.B. (S. 208ff. etc.) – und mit einem Somnakular (Auflösung S. 208 usw.). Nun, „dies ist kein Fitzek-Thriller, wie du ihn erwartest. Annika Strauss und Sebastian Fitzek nehmen dich mit in eine neue, dunkle, übernatürliche Welt. Ein Albtraum, so intensiv, dass er dich nicht mehr loslässt. »Du darfst nicht einschlafen!« Alysee ist vier Jahre alt, als ihr Vater sie panisch anfleht, um Himmels willen wach zu bleiben. Doch dem Mädchen fallen die Augen zu. Als sie wieder aufwacht, ist ihr Vater tot. Bestialisch ermordet. Das ist Alysees letzte und einzige Erinnerung an ihn. Ihre Mutter, die ebenfalls vor Jahren starb, hat sie nie kennengelernt.“ Mit der Folge, dasss…
…Angst vorm Einschlafen hat:
Aus Sorge vor dem, was da geschehen mag nämlich… Nun, „als Vollwaise wächst Alysee mit ihrem besten Freund Nico bei einer Pflegefamilie auf; die Angst vor dem Einschlafen verlässt sie nie. Jahre später erfährt sie, dass ihr Vater ihr etwas vererbt hat, was das Geheimnis seines Todes lüften könnte. Sie tritt das Erbe an und lernt schnell, dass das grauenhafte Sterben erst seinen Anfang genommen hat…“ Nun, da entwickeln sich diverse Stränge als Kombination aus jetzigem Geschehen und Flashbacks, transportiert über die (Alb-)Träume und quasi parallel zum Computerspiel, das Alysee als Master-Arbeit entwickelt hat (mit Virtual-Reality S. 46f.) – und zu Slash-Filmen (S. 80ff. etc. pp.), leider gar zu sehr der Realität entlehnt. Eine interessante, überlegenswerte Idee sind die KBIs – die Auflösung muss die geehrte Leserschaft sich selbst erlesen (S. 129f., 159f., 264ff. usw.), alldieweil sonst: Spoiler… Schön auch die immer mal wieder eingeschobenen Illustrationen (S. 159ff. etwa), die gelungen manch Albtraum visualisieren, in einem durchaus erträglichen Rahmen. Geschickt die vielerlei Bezüge zu wahrem Geschehen, die manch empfängliche Natur sehr nachdenklich machen kann (u.a. S. 302) – und gar zu Verschwörungs-Theorien beitragen könnte … So mag die Leserschaft durch je unterschiedliche Perspektiven der Protagonisten und deren Erleben leiten lassen, vergnüglich – schaudernd – spannend! PS: Sehr gefreut hat mich, einen korrekt angewandten Konjunktiv zu entdecken (S. 119): „Es wirkte, als sitze sie ständig in so einem Auto…“, fein ! HPR www.dialogprofi.de www.gabal.de
