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Personal Branding durch Fokussierung

AutorAnke Nienkerke-Springer
VerlagGABAL Verlag
Seiten180
ISBN978-3-86936-878-8
Preis22,90

Ein großes Vorbild der Autorin war ihr Großvater, der seit seiner Kindheit gehörlos war. Als Kind mit ihm zu kommunizieren, muss aufregend und anspruchsvoll gewesen sein. Er war Mitarbeiter einer großen Tageszeitung, sehr sozial engagiert, und ein faszinierender Gesprächspartner. Die Autorin musste ihn anschauen, genau zuhören, um ihn zu verstehen. Sie musste sich fokussieren, nur dann konnte sie ihm folgen. Von ihrem Großvater lernte sie, wie wichtig es ist, einen klaren Fokus zu haben.

Ausgangspunkt des Buches ist die Hypothese, dass in einer komplexen Welt der Mensch nur durch Fokussierung erfolgreich sein kann. Fokussiert ist jemand, der Persönlichkeit hat, also jemand der Haltung zeigt, und aus einem klaren inneren Kern heraus agiert. Dazu benutzt die Autorin Begriffe des Marketings, um das Besondere von Personen, also ihre Persönlichkeit, zu erfassen.

Fokussierung kann man lernen, wenn man an seiner Persönlichkeit arbeitet. Wie man eine Persönlichkeit entwickeln, wie man zu einem Persönlichkeitskern vordringen kann, wird in mehreren Schritten gezeigt. Dazu soll die LeserIn sich selbst als Beispiel nehmen und den Blick nach innen richten. Es geht um Haltung, Werte, Empathie, Selbstreflexion, das eigene Ich. Man wird persönlich angesprochen und eingeladen über sich selbst nachzudenken. Die Sprache und die Systematik des Marketings helfen nicht esoterisch zu wirken.

 

Fazit:

Persönlichkeit wird als Marke verstanden, die es, wie einen Markenkern, freizulegen gilt. Der Persönlichkeitskern kann, wie „das beste Ich“, in 10 Schritten erarbeitet werden. Dafür gibt es gute Übersichten und konkrete Anleitungen. Der Blick auf sich selbst wird durch zahlreiche Denkanstöße und Lesearbeit am Ende jedes Kapitels unterstützt. Vieles davon ist aus anderen Zusammenhängen bekannt, doch es wird hier in einer anderen Sprache beschrieben. So wird beispielsweise ein „Elevator Pitch“ empfohlen. Damit gelingt es der Autorin Lesergruppen anzusprechen, die nicht so bald ein Buch von Anselm Grün oder Martin Buber, die zitiert werden, durchlesen würden. Dieses Buch kann allen LeserInnen empfohlen werden, die an ihrer Persönlichkeit arbeiten wollen, um sich besser differenzieren zu können.

Frank Boss