Münchener Tiere
| Autor | Marie Parakenings |
| Verlag | Kadmos |
| ISBN | 978-3-86599-530-8 |
„Ein kleiner Guide für Naturbanausen und Stadtkinder“ enthält Zeichnungen (links) und Beschreibungen (rechts) für 78 Tiere aller Art auf mehr als 150 Seiten.
Tiere in ihrem natürlichen Habitat
…das sich über die Jahrzehnte durchaus von draußen nach drinnen verschoben haben mag – und mit vielerlei Speziellem, was hier an Info geboten wird: „Wusstest du, dass die Bayerische Zwergdeckelschnecke nur in München vorkommt, nirgendwo sonst auf der Welt? Neben aktuell etwa 40.000 Hunden und knapp 1,564 Millionen Menschen bevölkern aber auch noch viele tausend andere Wildtierarten die bayerische Landeshauptstadt – Arten wohlgemerkt, nicht Exemplare!“ Die findet die Leserschaft in einem ausklappbaren Übersicht, eingeteilt nach Säugetieren, Vögeln, Fischen, Insekten, Weichtieren und Amphibien & Reptilien. Präsentiert dann nach Quantitäten, sei es die (geschätzte) Zahl, Größe oder anderes Maß – gefolgt von Tierknigge und Glossar. „Ganz genau zählen konnte die noch niemand so richtig. Fakt ist aber, dass sich nicht nur die menschlichen Bewohner:innen hervorragend an die Lebensbedingungen der Großstadt angepasst haben. Von Füchsen, die sich bei Luxus-Caterern den Bauch vollschlagen, über Feuerwehrauto fahrende Rehe, bis zu Laubfröschen, die grölenden Fußballfans der Allianz Arena Konkurrenz machen… Dieses Buch hält die verrücktesten und spannendsten Zahlen, Geschichten und eine Menge unnützes, aber umso unterhaltsameres Wissen über die faszinierende Tierwelt Münchens bereit.“ Da fühlte ich mich doch gleich bemüßigt, das eine oder andere Eselsohr zu knicken, ich gesteh´s – etwa: Huchen (den Fisch gibt´s auch hier bei uns in LL im Lech!), Maulwurf (20.000 Haare je cm2, oh ja!), Miniermotten (fressen Minen in Bäume), 99 Arten von Krabbeltieren leben im Schnitt in einem Haushalt (pfui), Turmfalken brüten 22 Etagen hoch – und Blindschleichen hatten mal Beine und heißen so, weil sie „blenden“… Wer gezielt eines der Tiere finden will, kann das eben über die oben erwähnte Klappkarte rasch tun…
(Ver)Führer
Ein launig geschriebener und gelungen bebilderter Führer durch die Münchener Fauna, rundum gelungen! Der sicher den einen oder die andere dazu verführen wird, sich mal genauer umzuschauen, auf Münchener Grünflächen und überhaupt. Einzige kleine Kritik des Oberlehrers: Wie leider inzwischen „üblich“, wird „ganz(e)“ falsch genutzt – nämlich da, wo eigentlich „voll(e)“ stehen müsste, alldieweil „ganze“ im Sprachgebrauch inzwischen einschränkend gemeint ist. „Ganze fünf“ meint also „gerade mal fünf“ – ansonsten sollte „volle fünf“ formuliert sein. Doch das ist ein Nebenschauplatz – die (bair.) Viecher sind´s, um die es geht … HPR www.dialogprofi.de www.gabal.de
