Mord und Breakfast
| Autor | Anne Gordon |
| Verlag | dtv |
| ISBN | 978-3-423-22171-9 |
„Ein Fall für Melody Moss | Verbrechen im Schottenrock. Der 1. Fall für die frisch gebackene B&B-Besitzerin an der schottischen Ostküste“ ist „natürlich“ ein cosy-crime mit vielerlei Lokalkrimi-Ambiuente – plus einer geschickt verwobenen, spannenden Geschichte auf weit über 250 Seiten.
Recherche-Qualität
…liegt hier offenbar in der Familie! Denn die Haupt-Person ist (noch) investigative Reporterin – und die vererbende Tante war wohl eine – Erpresserin?! Und das auch noch mit viel Quantität, wie es scheint (S. 78 etc. pp.). Das deutet sich für die Leserschaft durchaus früh an und bestätigt sich bald auch für die Nichte, beschäftigt mit „Erben auf Schottisch… Am selben Tag, als Melody Moss ihren Job als Journalistin in London verliert, erfährt sie, dass sie das Bed & Breakfast ›Coastal Inn‹ von ihrer Tante an der Ostküste Schottlands geerbt hat. Die gute Tante Mabel sei tragisch die Steilklippe vor dem B&B hinuntergestürzt. Doch vor Ort muss Melody feststellen: Im malerischen Örtchen Seagull Bay trauert keiner um Mabel. Vielmehr hatte die Tante es faustdick hinter den Ohren. Melodys kriminalistisches Gespür sagt ihr: Mabels Tod war niemals ein Unfall! Mithilfe des attraktiven Gärtners Dean und der anhänglichen Bulldogge Cheddar beginnt die frischgebackene B&B-Besitzerin auf eigene Faust zu ermitteln. Vor traumhafter Küstenkulisse kommt sie dabei nicht nur einem dunklen Geheimnis auf die Spur…“. Die Story ist modern-zeitgemäß auch mit Internet-Themen gespickt, siehe etwa zu (gefälschten) Hotel-Bewertungen (S. 126f.).
Cosy-crime also!
Ja, nämlich „ein Wohlfühl-Dorf-Destination-Krimi mit viel Schottlandatmosphäre und liebenswert-skurrilen Dorfbewohnern – miit Haggis, Shortbread und einem Glas Whisky: sommerlicher Krimispaß aus Schottland.“ Und was an diesem nördlichen Teil GBs so besonders ist, wird der Leserschaft nebenbei nahe gebracht, etwa Ruhe und eher „langsam“ (S. 165 z.B.). Die Idee der Story ist ein durchaus wiederkehrendes Muster (Verstorbene = Erpresserin, Erbin = Ermittlern, die mit den vorgefundenen Informationen letztlich völlig anders umgeht), gerade bei cosy-crimes in britischen Landen – „dennoch“ lesenswert, da spannend, vergnüglich und gar informativ-anregend, was die Gegend dort angeht…. Wer´s gelesen hat, darf sich schon auf die Fortsetzung freuen, angekündigt für Anfang 2027 „Tödliche Idylle“, voia. HPR www.dialogprofi.de www.gabal.de
