Mord nach Rezept
| Autor | Sabne Steck |
| Verlag | rororo |
| ISBN | 978-3-499-01359-1 |
„Der zweite Fall für Emma Ferrari (Eine Italienerin ermittelt in Bayern) als unterhaltsamer Lokalkrimi mit deutlich mehr als 400 Seiten, Rezepte inkl. (S. 417ff.) …
In der Provinz
…da ist was los! Generationen-übergreifend (siehe S. 138ff.) ist dieses „Ermittler-Team“ aktiv, die lokalen Vierer-„Musketiere“ quasi… Und immer geht´s ums Essen, egal wo und wann – da kann der Leserschaft das Wasser im Munde… „Klangvolle Namen schmücken hübsche Menükarten, verführerische Gerüche schweben über dem Dorfplatz – ein Kochwettbewerb in Himmelsricht versetzt das kleine Örtchen in helle Aufruhr. Ganz besonders natürlich Emma Ferrari, die mit ihrem Feinkostladen mittendrin ist und alle mit besten italienischen Zutaten versorgt. Ihre Freundin, die adelige Konstanze von Hohenfels, steht tatsächlich im Finale, und ausgerechnet deren egozentrische Mutter, die 92-jährige Isadora, ist Teil der Jury. Doch kaum sind die ersten Portionen serviert, kippt Isadora vornüber in ihren Risottoteller – mausetot! Himmelsricht steht unter Schock. „Außer dem Täter natürlich – oder war´s eine Täterin? „Die Dame war zwar alt, aber doch noch fit und rüstig. Natürlich stellt Emma sofort erste Nachforschungen an, und Kommissar Gieseking lässt auch nicht lange auf sich warten. Bald ist klar: Isadora wurde vergiftet. Wie sich herausstellt, hat sie in letzter Zeit keineswegs gemütlich im Sessel gesessen, wie es sich für eine alte Dame gehört, sondern Unmut aus allen Richtungen auf sich gezogen. Und je tiefer Emma gräbt, desto pikanter scheinen die Motive all derer, die die Adelige lieber tot sehen wollten …“ Die eh schon hochbetagt war und mit diversen Ärzten zugange (S. 172f. usw.), die z.T. durchaus zusätzliche Pläne hatten (schon S. 264f. deutet sich das an, für aufmerksame Leser …). Im Zuge der vom Commissario durchaus mit Wohlwollen schmunzelnd beobachteten Co-Ermittlungen (S. 228ff. etc. pp.) der immer wieder natürlich auch für Lukullisches zuständigen zugewanderten Italienerin kommt auch der Aspekt ins Spiel, es könnte doch eine Aktion von kombinierten zwei Personen gekommen sein:
Essen und Trinken
…halten Leib und Seele zusammen? Ja, daran mag manch Leserin sich erinnern, wenn die Dreier-Damen-Runde diskutiert, begleitet von schmackhaften Snacks und gehaltvollen Getränken. Vielerlei Varianten werden durchdacht – und tatsächlich war´s so … Das ist Spoiler-frei, alldieweil 1. mögliche Kombis frühzeitig aufpoppen und 2. eine überraschende die Lösung ist. Apropos lukullisch: Das Wettbewerbs-Essen gibt’s als Rezept-Vorlagen ab S. 417, dazu ein Glossar der großzügig eingestreuten italienischen Begriffe ab S. 427, fein! Geboten sind zudem Anklänge von Lokal-Ambiente mit Augenzwinkern, siehe: zu besuchende Hölle in Himmelsricht, dem fiktiven Ort nahe Regensburg – ach ja, dort war ich mal vor langer Zeit zu Besuch, wirklich lang, lang ist´s her… Und von dort kommt der Ermittler, wenn auch zunächst privat via Fahrrad-Tour, was der guten Emma durchaus zupass kommt, wenn sie das auch erst spät im Verlauf zugeben wird … PS: Funfact – bei diesem Thema musste ich überlegen, was „Rezept“ eigentlich auf Englisch heißt… Nun, fürs Kochen = recipe, für Medikament = prescription, beides hier relevant. Und übrigens engl. receipt = deutsch Quittung … Alle Klarheiten beseitigt?! HPR www.dialogprofi.de www.gabal.de
