Mietzen im Mezzanin
| Autor | Janina Lebiszczak |
| Verlag | Molden |
| ISBN | 978-3-222-15161-3 |
„Ein Wiener Stadtporträt in 23 Katzen“ mit einer Fülle an Bildern (von Leander Höfler) und ausführlichen begleitenden Texten, durchaus diesseits der zeitweiligen Moden an Internet-Katzen-Bildern, auf160 Seiten – gar mit Katzen-Illustrationen im Vorsatz plus einem Leseband zum wertigen Hardcover-Band… Und die feine Alliteration im Titel meint typisch wienerisch ein Zwischengeschoß – oder wortspielerisch: Die findest du überall zwischendrin…
Alles Katze oder was?
Eine durchaus berechtigte Frage – doch „Wien maunzt anders!“, da tut sich was… „Geschätzte 225.000 Katzen leben derzeit im Wiener Stadtgebiet, weit mehr als jede andere Haustierart. Anhand von 23 Katzenportraits durchstreifen wir in diesem Buch sämtliche Bezirke der Donaumetropole auf Samtpfoten und lassen auch die Lieblingsmenschen von Luke, Ramses, Frida, Pablo und Co. zu Wort kommen. Ob im Szene-Lokal „Das Augustin“ in Rudolfsheim-Fünfhaus, im alteingesessenen Geschirrgeschäft in Neubau oder als Mäusejäger im Tiergarten Schönbrunn unterwegs: Überall begegnen wir Katzen und ihren zweibeinigen Gefährten, die uns einen ganz neuen Blick auf die Stadt und ihre schönsten Grätzel eröffnen.“ Kleine Gebiete eines Viertels also, wenige Straßenzüge umfassend – und damit also das Revier einer etwas gezähmten Raubkatze… Schöne Idee, das jeweilige Tier mit seiner/ihrer Persönlichkeit darzustellen, mit Umfeld und zugehörigen Menschen! Und mit vielerlei besonderen Katzen-Persönlichkeiten, etwa als Therapie-Katzen im Krankenhaus oder im Hospiz (Zwischen Diesseits und Jenseits S. 22ff. usw.) – oder mit Pferden – und auch Zuchtkatzen (S. 134ff.).
Die Katze und ihr Revier
…wird jeweils zum Abschluss eines Kapitels ausführlich erläutert: Grätzel-Tipps rund um… plus Streifgebiet, mit einem ergänzenden Porträt. Gelegentlich gibt´s erweiternd „Noch mehr Miezen“ (S. 87) – und die begleitenden Bild-Unterschriften regen häufig zum Schmunzeln an – wie auch die Headlines der Kapitel, etwa „Vier Pfoten und ein Halleluja“ (S. 58), „Kein Elefant im Porzellanladen“ (S. 46), „Auf der Lauer“ (S. 142) oder „Kater küsst Knospe“ gar alliterierend, was ich als Texter natürlich entzückend finde. Doch im Zentrum steht die Bild-Vielfalt… Entsprechend ist auch das Inhalts-Verzeichnis geprägt vom Porträt der vorgestellten Katze – doch im Grunde braucht´s das nicht: Hier ist vergnügliches Lesen nach und nach angesagt, zugleich entspannend und zur Reflexion anregend – oder gar zum Besuch Wiens: Schließlich werden damit quasi automatisch knapp zwei Dutzend entdeckenswerte Ecken der Stadt der Leser- und Betrachterschaft näher gebracht, fein! Gute Idee auch, zu den Kosten via Anzeige einen relevanten Anbieter einzubeziehen (S. 159)… HPR www.dialogprofi.de www.gabal.de
