Skip to main content

Kunst kehrt in Unternehmen ein

AutorVera Gemein
VerlagSelfpublishing
ISBN978-1-688-50555-1

„Artotheken, worauf es ankommt!“ zeigt als Untertitel, wo´s langgeht: Kunst-Angebote hat die Autorin in den Fokus genommen, die via Ausleihe Ästhetik in Räume bringt… Ich fühlte mich an die Zeit vor einem knappen Jahrzehnt erinnert, als ich (als Gründungs-GF) das Geschäftsmodell ARTcoming begleitet habe: Interessante business-cases sind hier abzuleiten!

Alles Kunst?
Eine andere Variante ist also die Basis, verglichen etwa mit Corporate-Kunstsammlungen, die ggf. eigens inhouse kuratiert sind (HVB, Siemens …). So zeigt sich: Das ist ein vielfältiges Thema für vielseitiges Anwenden: Welchen Einfluss hat Kunst bzw. wechselnde Kunst für Unternehmen? – Wie können Kunst und Unternehmen zusammenfinden? Es werden innovative Wege aufgezeigt, nicht nur den Vermarktungsstatus von Artotheken zu verbessern und sie weitgehend unabhängig von der Zuwendung durch öffentliche Mittel zu machen, sondern auch und insbesondere die Positionierungsmaßnahmen von Kunst, Zufriedenheit von Mitarbeitern wie Kunden zu fördern. Zusammenhänge zwischen Unternehmenswerten und der gewählten Kunst hat die Autorin im Blick, siehe Corporate Identity, Corporate Design und Corporate Culture. Ein Beratungskonzept für Artotheken ist Bestandteil (S. 40ff.).

Ist das Kunst?
… und bleibt also an Ort und Stelle statt „… oder kann das weg?“?! Ja, denn mit dem gezielten Einsatz von Kunst können Betriebe und Institutionen ihr Image unterstützen. Identifikation mit dem Unternehmen wird erleichtert und führt so zu einer hohen Motivation der Mitarbeiter (die naturgemäß einbezogen sein sollten, schon allein, um Kunst-Vernichtung à la Beuys´ Fettecke & Co. zu vermeiden!), höchst relevant in Zeiten gleich bleibender Gallup-Ergebnisse, siehe „innere Kündigung. Positive Nebeneffekte hat Vera Gemein via Kunsteinsatz identifiziert, etwa verbesserte Kommunikation, Förderung der Kooperation und gegenseitiger Unterstützung. Weitere Aspekte können sein: Entwicklung von Ideen (Anregen von Kreativität!) und Förderung des Engagements, Verbesserung der Arbeitsqualität, Erhöhung der Lebensqualität etc. Kunst im Unternehmen steigert unter anderem auch den Unternehmenserfolg. Die Autorin unterstützt ihre Aussagen durch eine reiche Auswahl an Bildern (wobei Kunst auch Skulptur heißen kann). Sie erläutert ausgiebig und nachvollziehbar Wirkung von Farbe und Stil. Für Weiterbildner jeglicher Couleur relevant, die auch mal Bilder einsetzen mögen, weit über Suggestopädie hinaus! Abzuleiten auch aus Hinweisen zu „Warteräumen und Eingangshallen … als Stätte der Begegnung“ (S. 101, siehe etwa „Lernleistungen“). Trainer lasse sich auch leiten von Wirkungsweisen, siehe S. 109f. Tabelle, Werte/Image adressierend. HPR www.dialogprofi.de www.gabal.de

Hanspeter Reiter