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Kanzlei-Knigge

AutorHorst Hanisch
VerlagSpringerGabler
ISBN978-3-658-23416-4

„Taktvoll, sicher und gewandt im Umgang mit Partnern und Mandanten“ sollen Berater sein und werden – offenbar ist das gut nachgefragt: Bereits die fünfte Auflage dieses Klassikers ist nun erschienen – sie wurde sorgfältig durchgesehen.

Verhalten intern wie extern
Mandanten und Klienten à la (modernem) Knigge angemessen zu begegnen und zu „bedienen“ ist das Eine. Entsprechend gilt das für Mitarbeitende, auch das hat der Autor bestens berücksichtigt, siehe etwa „Siezen oder Duzen“ und „Don´ts der Kollegialität. Das wird geboten: „Dieses Buch bietet konkrete Verhaltensratschläge von der Begrüßung über die vielen möglichen Szenarien des geschäftlichen Miteinanders bis hin zur professionellen Verabschiedung des Gesprächspartners. Auch unverhoffte Begegnungen außerhalb der Geschäftsebene werden thematisiert und entkrampft. Erfahrene Berufsträger bleiben in jeder Lage souverän, Einsteiger werden schnell „parkettfest“.“ Also zum Erinnern oder neu zu „lernen“ …

Primäre Zielgruppe
Berater jeglicher Couleur sind adressiert, nämlich: „Steuerberater, Wirtschaftsprüfer, Anwälte und Berater bekleiden angesehene gesellschaftliche Positionen. Wer neben der fachlichen Leistung auch menschlich überzeugt, gewinnt wichtige Image- und Sympathiewerte und wird leichter produktive Geschäftsbeziehungen zu Mandanten und Partnern aufbauen und pflegen können.“ Angemessenes Verhalten erzeugt relevante Außenwirkung, das ist die Botschaft … Etwa mit einem ausführlichen Kapitel zum Business-Dress (S. 111ff.), passende Kleidung also.

Kommunikation
Wer primär Aspekte der Kommunikation erwartet, wird auch bedient, allerdings mehr am Rande: Seien es mündliche Gespräche (persönlich oder am Telefon) oder auch schriftliche Dialoge, findet Leser dazu das eine oder andere in den Gesamt-Knigge eingebettet – ganz im Sinne des Klassikers. Dazu zählen konkret: (Schriftliche) Netiquette S. 80ff., Telefon und Handy S. 85ff., Smalltalk S. 153ff. – D.h. auch und gerade Trainer, Coaches und Berater mit den genannten Zielgruppen finden hier Ansätze, sich einen „Stallgeruch“ quasi sekundär zu erwerben. HPR

Hanspeter Reiter