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Graveyard Love

Autor Scott Adlerberg
Verlag Ars Vivendi
ISBN 978-3-7472-0093-3

„Ein literarischer Psychothriller in der Tradition von Edgar Allan Poe, Cornell Woolrich und Patricia Highsmith von einem der vielversprechendsten Talente des Noir“ oder auch „Alfred Hitchcock würde diesen Roman lieben“ – und dann hoffentlich verfilmen, oder  ?!

Horror, Mystik, Fantasy…
… oder schlicht ein Thriller noir? Schwer zu sagen… Kurz gefasst, sind das die Pfeiler, die die Handlung bestimmen – Orte wie Personen: Ein viktorianisches Haus, daneben ein Friedhof. Darin ein erfolgloser Schriftsteller, immer noch (bzw. wieder) bei der Mutter wohnend. Ein geheimnisvolles Ritual in der Gruft, vollzogen von einer obsessiv erscheinenden Frau. All in also: Ein albtraumhafter Roman, der von krankhaftem Begehren handelt – und von Abgründen der Psyche. Das letztlich von gar drei handelnden Personen… „Kurt Morgan, 35, erfolgloser Schriftsteller, lebt mit seiner Mutter in einem viktorianischen Haus an einem alten Friedhof in der Peripherie von New York. Es ist Winter, es ist kalt und grau, und er spürt, dass sein Leben in der Sackgasse steckt: kein Einkommen, keine Frau, keine Perspektive. Seine überspannte Mutter lässt ihn bei sich wohnen, aber nur, damit er eine Biografie über ihr extravagantes Leben niederschreibt.“ Das für sich schon ein Plot für einen Psycho-Thriller, oder? Doch weiter geht´s …

Blick auf den Hof?
Auch deshalb a bissal Hitchcock, wie eingangs zitiert – hier allerdings auf den Fried-Hof: „Eines Tages fällt ihm beim Blick aus dem Fenster eine rothaarige Frau auf dem Friedhof auf Catherine Embers. Kurt ist wie gebannt von ihrer Erscheinung und folgt ihr heimlich in das Mausoleum, das sie immer wieder besucht. Aus den verschiedenen Abhängigkeits-verhältnissen Kurts zu seiner Mutter und zu Catherine entwickelt sich eine albtraumhafte, von Misogynie, Begehren und Todessehnsucht geprägte Dreiecksbeziehung, welche die Figuren und die Leser psychologisch raffiniert in den tiefsten Abgrund menschlicher Obsessionen stürzt.“ Es geht um Voyeurismus, dann ums Stalken, um sexuelle Fantasien, um sich nicht ran Trauen – und um Nicht-Loslassen-Können, schicksalhaftes Geschehen allemal, kaum mehr beeinflussbar – und ein sich Hineinsteigern par excellence: So wird die Story fast schon zur Parodie, doch höchst spannend und den Leser fesselnd. Mich jedenfalls  … HPR www.dialogprofi.de www.gabal.de

Hanspeter Reiter