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EQ-Tools

Autor Leao, Sass-Schreiber (Hsg)
Verlag managerSeminare Verlag
ISBN 978-3-941-96528-7

Zu diesem Band haben reihenweise namhafte OE- und PE-Entwickler, Trainer, Berater und Coaches beigetragen, teils mit internationaler Erfahrung. So ist eine Sammlung entstanden, die bewährte Instrumente zur Entwicklung von Emotionaler Intelligenz greifbar macht – und das Buch „zu einem wertvollen Begleiter“, so der Einband-Text: „Wer nach Ideen und Möglichkeiten sucht, das Thema Emotionale Intelligenz sinnvoll zu vermitteln und die eigenen Fähigkeiten in der Thematik zu verfeinern, bekommt hier einen praktischen Fundus an Tools von unterschiedlicher Komplexität und mit vielfältigem Know-how angeboten. Für jeden, der in Leadership-Trainings und –Workshops, in Teamentwicklungen oder in Coachings unterwegs ist, wird eine Menge Material und ein Ideenpool für die eigene Arbeitspraxis zu finden sein. Dafür sorgen  zahlreiche erfahrene Trainer und Berater, die hier ein Anwendungswerk mit Instrumenten aus der Praxis geschaffen haben.“ Die Herausgeberinnen, beide selbst reichlich erfahren in den präsentierten Themen, sorgen für eine Einstimmung, indem sie das (ein) Modell der Emotionalen Intelligenz vorstellen (S. 9ff.), u.a. mit einer Baum-Visualisierung, die als Wurzelwerk die Emotionale Kompetenz zeigt, wozu gehören: Selbstwahrnehmung, Selbstmanagement und (Eigen-)Motivation. Dazu kommen Soziale Kompetenz (mit Sozialem Bewusstsein und Beziehungsgestaltung) und Führungskompetenz (mit Personaler  und Organisationaler Führungsgestaltung) – zugleich der rote Faden durch das Buch: Die genannten sieben Kompetenz-Schwerpunkte sind die großen Kapitelüberschriften, komplett durchzuarbeiten oder auch gezielt aufzusuchen. Sehr hilfreich auch die Übersichtstabellen (S. 22ff.) mit zwei Perspektiven: „Welches Tool passt zu welcher Kompetenz besonders gut?“ und „Einsatzbereiche der Tools“.

Jedes der insgesamt 42 Tools wird im Detail vorgestellt und durchgespielt, sodass es für den Leser rasch interpretierbar, nachzuvollziehen und fürs eigene Anwendenwollen entscheidbar ist. Elemente sind: Ziel – Teilnehmer – Emotion – Dauer – Vorbereitung – Material / Voraussetzungen – Ergebnis, Kennzahlen – Nebenwirkungen – Literaturhinweise/Quellen. Reichhaltiges Visualisieren durch Charts hilft beim Erkennen – und bietet zugleich Vorlagen für den, der sich das Adaptieren gerne leichter macht. Dazu werden Checklisten geboten, Ablaufpläne – und Downloads für Buchkäufer. Beim Beispiel „Work-Life-Balance und Energiemanagement“ (S. 107ff.) sieht der Ablauf so aus: Einleitung – Aufgabe erklären – Partnerübung/Feedback – Optional: Galeriesitzung – Transferarbeit mit den Auswertungsfragen – Erstellen einer eigenen Vision zur persönlichen idealen Work-Life-Balance – Zusammenfassen für die Teilnehmer, auch im Sinne von Führung. Das F8-Modell (S. 202ff.) soll „eine Gruppe in der verstärkten Nutzung ihrer  unterschiedlichen Fähigkeiten unterstützen“, wozu (siehe Grafik S. 204) folgende 8 Fähigkeiten gehören, Aufgabenerfüllung und Ressourcenallokation zu optimieren: Vision/Überblick, Ideen/Initiative, Meinungsbildung / Position beziehen, Polarisierung/Konflikteröffnung, Handeln/umsetzen, Evaluation / Bewertung, Beziehungspflege/Unterstützung, Zielorientierung/Entscheidungsfindung. Beim Tool „Das Feld schaffen – Führung mit Emotionaler Intelligenz“ (S. 287ff.) findet sich eine „Focus Score Card“ (S. 293), aus der ein „Haltungs- und Handlungsleitfaden“ entsteht – Tool im Tool sozusagen. Erwähnt sei noch „Hurry up, Mr. Perfect! Führungskräfte motivieren ihre Mitarbeiter“, das mit Input aus der TA arbeitet.

Abschließend gibt es einen „EQ-Strategie-Selbsttest“ (S. 380ff.) mit Fragebogen zur Selbsteinschätzung, den es auch als Excel-Datei abzurufen gibt. Alles in allem wahrlich ein Füllhorn an konkreten Tools – eigentlich wie gewohnt, in der Reihe dieser Handbücher.

Hanspter Reiter