Unterhaltung09.10.2015

Die letzte Sünde

Kommissar Rosenthal ermittelt in TelAviv, der „Metropole der Sünde im Heiligen Land“. So geht es denn auch um Prostitution und Drogen – und um Migration, offenbar ein durchaus heißes Eisen in Israel. Auch dort mit dem Themen „Sprache lernen“, ähnlich schwierig wie in Deutschland, im Sinne von: gewollt, doch wer zahlt? Beziehungen des jetzigen Kommissars und ehemaligen Armeeoffiziers spielen eine gewichtige Rolle, rassistische Tendenzen auch in der Polizei dringen immer wieder durch, bis hin zum Verdächtigen eines afrikanischen Zuwanderers als passendem Individuum. Harte Tatsachen wie zarte Gefühle begleiten die Handlung. Leser erfährt vieles über das moderne Israel, inkl. einem Blick hinter die Fassaden. Das gelingt der Autorin wohl deshalb besonders gut, weil sie selbst (als Deutsche) in Tel Aviv lebt und so eine Art doppelte Perspektive einzunehmen vermag – vielleicht sogar die Meta-Perspektive sich bewahrt hat, siehe das Nachwort (S. 288): „… Tel Aviv ist anders als der Rest Israels: offener, moderner und mutiger. Gleichzeitig repräsentiert die Stadt mit seinen verschiedenen Viertels .. doch auch gerade das Land Israel in seiner beeindruckenden, atemberaubenden Vielfalt.“ Lassen Sie sich reinziehen, in die Stadt und ins Geschehen … – HPR

Die letzte Sünde

Das Buch

Autor:inKatharina Höftmann
Verlagaufbau tb
ISBN978-3-7466-2854-7

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