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Die letzte Lügnerin

Autor Schwiecker / Tsokos
Verlag Knaur
ISBN 978-3-426-52845-7

„Eberhardt & Jarmer ermitteln, Band 3“ ist ein weiterer lesenswerter Branchen- und Lokalkrimi aus einer wachsenden Reihe des Autoren-Experten-Duos mit weit mehr als 250 unterhaltsamen wie informativen Seiten.

Justiz-Krimis
…können besonders spannend sein – diese hier auch durchs eher ungewöhnliche Ermittler-Trio: Im Zentrum steht ein Verteidiger, flankiert von einem Privat-Detektiv – das kennen wir u.a. aus der TV-Serie „Ein Fall für zwei“ mit inzwischen ja verändertem Personal. Doch hier kommt auch noch ein Pathologe dazu, was weitere Einblicke bietet, voila! Und das passiert dieses Mal: „Es wird persönlich für Strafverteidiger Rocco Eberhardt: Im 3. Justiz-Krimi der Bestseller-Autoren Michael Tsokos (Rechtsmediziner) und Florian Schwiecker (früherer Strafverteidiger) geht es um Korruption, zwielichtige Immobilien-Geschäfte“, die naturgemäß vielfach angesprochen und vertieft werden, siehe etwa S. 36f., 196ff. usw.„ – und einen Mord. Ein Polit-Skandal erschüttert Berlin: In einem geleakten Video ist zu sehen, wie Bau-Senator Dieter Möller schmutzige Immobiliendeals mit einem russischen Oligarchen aushandelt – auch der Vater von Strafverteidiger Rocco Eberhardt soll darin verwickelt sein. Wie tief steckt sein Vater in einem mörderischen Polit-Skandal? Als der für das Video verantwortliche Tontechniker auf dem Seziertisch von Rechtsmediziner Dr. Justus Jarmer landet, lautet die Anklage gegen Möller plötzlich auf Mord. In die Enge getrieben, bittet er Rocco um Hilfe und beteuert seine Unschuld. Doch die ermittelnde Kommissarin findet immer mehr Beweise gegen den Bau-Senator, und Rocco muss sich fragen, ob sein Vater einen Mörder deckt …“ Schon ziemlich happig, gerade beim hier gegeben schwierigen Verhältnis zwischen den beiden…

Lehrreich!
Doch Rocco windet sich durch all die auftretenden Widrigkeiten, wobei er sich auf eigene Erfahrung (siehe etwa S. 93f. beim Beurteilen von Menschen, hier seines neuen Mandanten) und die Unterstützung seines Freundes Tobi verlassen kann. Fein, wie die Leserschaft die Gedanken des Verteidigers in dessen inneren Dialogen verfolgen kann (z.B. S. 123 usw.). Wer aus eigener Justiz-Sicht (Rechtsanwalt etc. pp.) den Fall verfolgt, wird eine Menge Stoff zum Reflektieren eigenen Verhaltens finden, etwa Strategie vor Gericht (S. 144f. etc.), übrigens ja auch übertragbar auf Verhandlungs-Situationen generell – also für Weiterbildner vielerlei Couleur, gerade zu Kommunikation, auch im Vertrieb, relevant für Trainer – Coaches – Berater – Führungskräfte! Dazu dann der eine oder andere reflektierende Gedanken-Austausch im Zweier-Gespräch oder gar einer Dreier-Runde, z.B. abschließend zum Verhalten des Mandanten S. 266f. Voila, auch dieses Mal ein gelungener Krimi – lesen! HPR www.dialogprofi.de www.gabal.de

Hanspeter Reiter