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Die Farm der Mädchen

Autor Hans Rosenfeldt
Verlag Wunderlich
ISBN 978-3- 805-20005-9

„Ein totes Baby, eine verschwundene Mutter, eine Polizistin am Limit“ verweist schon im Titel klar darauf und schon bald wird´s beim Lesen noch deutlicher: Es geht um erzwungene Leih-Mutterschaft… Ein Lokal-Thriller mit knapp 500 spannenden Seiten ist geboten…

Leider ein Thema unserer Zeit
…weil Paare dringend ihre eigenen Gene weitergeben wollen statt sich den (bislang aus unterschiedlichen Gründen vergeblichen) Kinderwunsch durch Adoption zu erfüllen… Ein Gedanke, der einer Protagonistin aus anderer Perspektive beschäftigt, der als Auftrags-Killer getrimmten Katja nämlich… Doch eins nach dem anderen, das ist die Story, kurz gefasst: „Mitten in der Nacht fliehen zwei Frauen in Panik durch die schwedischen Wälder. Beide sind hochschwanger, die Verfolger ihnen dicht auf den Fersen. Kurz darauf wird Polizistin Hannah Wester mit einem neuen Fall konfrontiert: Im Unterholz hat man ein totes Baby entdeckt, die Mutter ist verschwunden. Hannah, die vor einem Jahr ihren Mann verloren hat und gerade erst im Dienst zurück ist, stürzt sich mit aller Energie in die Ermittlungen. Und sie stößt auf einen Fall, der über alles hinausgeht, was sie sich je hätte vorstellen können.“ Und ist persönlich betroffen, hat sie zudem doch eine Tochter in deren früher Kindheit durch Entführung verloren: Gibt es gar Zusammenhänge? Plus der Auseinandersetzung mit ihrem Vater rund ums (mütterliche!) Erbe, der unter einer seltenen Krankheit leidet (S. 152f. usw.). Einblicke in Ermittlungsarbeit sind natürlich auch gegeben (siehe S. 260f. etc.). Auch Katja hat ihre Beziehungsthemen (S. 406f. z.B.) …

Historische Ereignisse
…sind in kurzen Zwischen-Kapiteln eingeschoben, das Lokal-Ambiente an der schwedisch-finnischen Grenze verstärkend: Einen Zusammenhang mit dem im Roman aktuellen Geschehnissen kann ich nur indirekt interpretieren, etwa die Geografie an der schwedisch-finnischen Grenze verdeutlichend und die Einflussnahme ausländischer Kräfte in der Vergangenheit. Jedenfalls mag derlei das Erleben der Leserschaft intensivieren… Etwa S. 77ff.“Der Winter wollte einfach nicht enden“. Abschließend gibt´s einen klaren Cliffhanger, der die Neugier auf eine Fortsetzung wach hält HPR www.dialogprofi.de www.gabal.de

Hanspeter Reiter