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Der Metropolist

AutorSeth Fried
VerlagHeyne
ISBN978-3-453-32014-7

„Pulp Fiction meets Science Fiction“ verflacht das Gebotene etwas arg: Triviales, weil wenig technisch ausgerichtet?!

Stadt (in) der Zukunft
Terra wird urban(er), oder? Der Anteil Stadtbewohner an Gesamtbevölkerung(en) nimmt kontinuierlich zu, Mega-Städte werden mehr und immer gigantischer. So ist das natürlich ein Sci-Fi-Thema: „Metropolis ist die strahlende Stadt der Zukunft, der wahr gewordene amerikanische Traum – und Henry Thompson, pflichtbewusster Beamter der Verkehrsbehörde, ist bereit alles zu tun, damit das auch so bleibt. Als seine Behörde ins Kreuzfeuer eines mächtigen Feindes gerät, beginnt Henry zu ermitteln. Korrekt und regelkonform möchte er rasch Ergebnisse präsentieren. Zu dumm nur, dass man ihm als Partner in diesem Fall ausgerechnet die Künstliche Intelligenz OWEN zur Seite stellt: Die KI säuft, raucht und scheint von Vorschriften noch nie etwas gehört zu haben. Doch um Metropolis zu retten, müssen sich Henry und OWEN wohl oder übel zusammen raufen …“. Will sagen, da ist die KI fast menschlicher als der menschliche Partner – etwa, wenn „er“ beim Anblick von Blut in „Ohnmacht“ fällt (S. 99ff.). Und wohl der Aufpasser. Die Story führt in eine nahe Zukunft, in der vieles Alltag ist, was jetzt noch frisch anmutet, siehe etwa AR (Augmented Reality, S. 60f.) – oder moderne Formen narrativer Kunst (S. 176f., fast à la Comic). Sprachen spielen eine große Rolle, vor allem: Esperanto als Kommunikationsmittel im Untergrund (z.B. 262f.). Kernthema ist auch Gentrifizierung – und die Frage von Manipulation dabei (siehe etwa S. 301ff.). Ein arg zeitgemäß-nachdenklich machender SciFi! HPR www.dialogprofi.de www.gabal.de

Hanspeter Reiter