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Das Blut der Hirsche

AutorKallentoft & Lutteman
VerlagTropen
ISBN978-3-608-50364-7

„Zack Herry – Der Stoff, aus dem Dämonen gemacht sind“ deutet zweierlei an: 1. Es geht erneut um den speziellen Ermittler, den Leser evt. schon kennt (Die Fährte des Wolfes, In den Fängen des Löwen) – und 2. Geht es um Drogen, die eben für ihn schon arge Dämonen waren… Natürlich erneut vom Autoren-Duo…

Drogen und Dämonen
… resp. Dämonen aus den Drogen, das wird Leser ratzfatz klar, mit dem ersten heftigen Geschehen: „Zack Herry bekommt es erneut mit einem dramatischen Fall zu tun. Sechs Jugendliche werden nach einer Inselparty im Schärengarten tot aufgefunden. Alle haben dieselbe Droge im Blut, alle tragen dieselben Verstümmelungen. .., haben Schnittwunden, zahlreiche Körperteile sind verstümmelt. Weder Zack noch sein Team können sich einen Reim darauf machen, denn bis auf die Wunden ist keine Fremdeinwirkung feststellbar. Handelt es sich womöglich um einen Massenselbstmord? Doch die Blutuntersuchung zeigt, dass alle Jugendlichen zum Todeszeitpunkt ein hochdosiertes Schmerzmittel und einen weiteren Wirkstoff im Körper hatten. Die Ermittlungen führen zu einem Drogendealer namens David Mathias. Handelt es sich tatsächlich um Mord, ausgelöst durch die Einnahme einer Partydroge? Als drei weitere Jugendliche sterben, läuft Zack die Zeit davon …“. Und natürlich kommt er damit immer wieder in Versuchung, an seine Drogen-Zeit anzuknüpfen. Sei es im Zusammentreffen mit seinem Freund, der eben genau das ist: Drogen-Dealer. Oder als er selbst höchst betroffen wird – und erst einmal wieder in Drogen flüchtet: Kommt er da wieder raus? Schön, wie Chefs und Team ihn auffangen und integrieren. Doch reicht das aus? Geschickt verwickelt, dieser Thriller: Leser freue sich auch Überraschendes, bei allem Erwartbaren. Ein Skandinavien-Krimi reinster Güte: spannende wie fordernde Story auf fast 400 Seiten … Und ein Abrechnen mit Pharma-Industrie, Darknet und Gesellschaft. HPR

Hanspeter Reiter