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Bildungsangebote für Menschen ab 50 Jahren zielgruppenspezifisch planen

AutorJohannes Gebrande et al
Verlagwbv
ISBN978-3-7639-5821-4

„Wissenschaftliche Begleitstudie ordnet Bildungszugänge 50+“ – und zwar inklusive acht konkreten Angeboten der KEB Bayern.

Zielgruppen optimal erreichen
…ist die Idee hinter dieser Arbeit, die vielerlei Aktivitäten strukturiert zusammen führt. Dabei wird konkret gefragt: „Was sind die Bildungswünsche von Menschen über 50? Die richtige Antwort auf diese Frage zu finden, ist für Bildungseinrichtungen von zentraler Bedeutung, aber mit Blick auf die Heterogenität der Zielgruppe nicht ganz einfach. Mit dem Forschungsprojekt „Bildung 50+“ wollten die beteiligten Wissenschaftler:innen und Bildungsinstitute herausfinden, worauf Bildungsplanerinnen und -planer bei der Konzeption ihrer Angebote für diese Zielgruppe achten sollten. Auf Basis eines wissenschaftlichen Referenzrahmens wurden in einer Studie acht verschiedene Bildungsprojekte begleitet, untersucht und ausgewertet. Zur Zielgruppenanalyse wurden zusätzlich die Sinus-Milieus als qualitative Kategorie herangezogen. Im Ergebnis werden vier verschiedene Zugänge kategorisiert, über die Menschen über 50 in Bildungsangebote einsteigen. Der Band ist für alle interessant, die sich mit der professionellen Ausgestaltung von Bildungsangeboten älterer Erwachsener beschäftigen. Der renommierte Erziehungswissenschaftler Professor Rudolf Tippelt führt in die Studie ein.“ Mit Blick auf lebensweltliche Perspektiven (Lebenslagen und Lebensstile).

Zugänge typologisiert
So schälen sich für Leser/Nutzer diese vier potenziellen Typen heraus, die durch konkrete Maßnahmen aus der Praxis unterlegt werden: generationenspezifischer und intergenerationeller Zugang, teilhabeorientierter Zugang für Ältere mit eingeschränkter Mobilität, Ehrenamtliche als Zielgruppe von Qualifizierungsangeboten, milieuspezifischer Zugang. Hilfreich ist auch und vor allem, dass aus Flops unter den Angeboten die Schwächen analysiert und offen gelegt werden, im Sinne von „warum die Fehler machen, die andere schon hinter sich haben?“. Vielerlei Details erleichtern Lesern, sich für den einen oder anderen Zugang zu entscheiden. Fein auch das Herunterbrechen auf Milieus mit einigen wenigen Fragen (S. 85 „acht Items des Milieu-Indikators“), durchaus anregend für eigenes Transformieren: Trainer – Coaches – Berater mögen sich bedienen … HPR www.dialogprofi.de www.gabal.de

Hanspeter Reiter