Amerika in unseren Köpfen
| Autor | Nadja Timea Scherrer |
| Verlag | NZZ Libro |
| ISBN | 978-3-03980-067-4 |
„Wie US-amerikanische Narrative unser Denken, Sprechen und Handeln prägen“ versammelt vielerlei Amerikanismen in der Schweiz mit mehr als 150 anregenden Seiten.
Amerikanismen
…sind tief eingedrungen in die deutsche Sprache und damit relevant für alle in den D-A-CH-Nationen – und häufig schon so tief, dass sie jenseits der Wahrnehmung gelandet sind! Wer sich diesen aussagekräftigen Band gönnt, mag eben auch an Phrasen denken wie „am Ende des Tages“ oder tatsächlich die Ur-Sprache beibehaltend „by the way“, digital gar als btw verkürzt (à la dem schon ewig genutzten asap) . bis hin zum „alles guät“ (schweizerisch, S. 24 etc.). Voila, also: „Tiefgreifend und oft unbemerkt beeinflussen US-amerikanische Narrative unsere Sprache und damit unsere Denkweise und unser Handeln. Von «Mindset» über «Purpose»“, vor allem unsereins in der Weiterbildung Tätigen ja bestens bekannt, „bis «Hustle»: Diese Begriffe, die damit zusammenhängenden plattformspezifischen Logiken und die ihnen zugrunde liegenden Werte prägen zunehmend unseren Blick auf uns selbst und üben einen subtilen, aber immer stärkeren Einfluss auf unsere gesellschaftliche und persönliche Identität, unsere Alltagskultur und Demokratie aus. Die Plattformen bestimmen, was sichtbar ist – und damit auch, was als «wahr» oder «normal» erscheint. Doch was verliert Sprache, wenn sie vorrangig auf Inszenierung, Klarheit und Effizienz ausgerichtet ist, wenn Differenzierung, Zweifel und Kontexte nicht stattfinden – und was verlieren wir?“ Eine nur allzu berechtigte Frage!
Welche Zölle zahlen wir im Alltag?
Denn diesseits des Zoll-Streits sind Amerikanismen heimlich, still und leise bereits bei uns angelegt, frei von irgendwelchen Abgaben in die andere Richtung „freiwillig“ importiert: „Nadja Timea Scherrer analysiert den stillen Export in die Schweiz und nach Europa aus sprachpsychologischer und gesellschaftlicher, aber auch ganz persönlicher Perspektive. Ihr Buch ist kein Anti-Amerika-Manifest, sondern ein Plädoyer für mehr Bewusstsein für die eigene Kultur und deren Wandel, für mentale Souveränität und Differenzierungsfähigkeit in einer globalisierten Welt mit rasanten gesellschaftlichen, kulturellen und digitalen Veränderungen. Pointiert, eindringlich und konstruktiv behandelt es ein Thema, das gesellschaftlich hoch relevant ist.“ Eben auch in D, wenn auch aus der CH-Perspektive geschrieben, aufgebaut wie folgt: Wie Sprache unser Denken prägt * Von Sprache zu Kultur * Der stille Export der Ideale * Gedankliche Souveränität – Ein Gegenmodell zum stillen Export. Darin Häppchen (Snippet …) wie LinkedIn-Deutsch (typische Sätze S. 33), Die Sprache der Selbstvermarktung, Priming – wie unsere Wortwahl unser Denken lenkt (bis hin zu Framing übrigens), Mediale Narrative, KI und die neue Sprachrealität, Business als Kampfzone & Kriegsmetapher (S. 96ff.), Fail fast – Inszenierung des Scheiterns (das nur dem gegönnt wird, der sich daraus aufrappelt!), Amerikanische Narrative im europäischen Alltag: Blick auf diverse Länder und dem Umgang damit (S. 125 wie erleben wir kulturelle Unterschiede? – mit einer Reflexions-Seite für die Leserschaft S. 126ff.), Sprache im Kopf – warum Veränderung so schwierig ist … & abschließend Vom Ich zum Wir – neue Narrative für ein sinnvolles Leben. Damit vereinend, was derlei Kulturen eher trennt (S. 83f. usw.)… Volia, mache dir selbst ein Bild! HPR www.dialogprofi.de www.gabal.de
