Erfreuliche Drucksachen durch gute Typographie
| Autor | Jan Tschichold |
| Verlag | Input Perlen |
| ISBN | 978-3-941-90573-3 |
„Eine Fibel für Jedermann“ und damit auch für dich und mich, nun wieder herausgebracht in feiner Form als „Perlen der Literatur“ Band 38, mit 120 werthaltigen Seiten…
Typisch via Schrift & Co.
…kommen Marken rüber, ob als mehr oder weniger großes Unternehmen – oder als Person, sei es gerade für freie Berufe, also z.B. für unsereins in der Weiterbildung Tätige! Natürlich hatte ich Tschichold in meiner Agentur-Zeit kennen gelernt – und in der Ausbildung davor (Bayrische Akademie der Werbung als Abendschule Berufs-begleitend). So auch der Herausgeber, der zudem (noch) tiefer ins Thema eingedrungen war: „Als Dozent, Referent und Berufsschullehrer hat Ralf Plenz dieses 1960 erschienene Fachbuch hunderte Male seinen Studenten und Auszubildenden in die Hand gegeben und Begeisterung erzeugen können. Tschichold vertritt als Typograph klare Regeln und zeigt an vielen Beispielen, was gute Gestaltung gegenüber „wilder Typographie“ kann und darf.“ Aktuell also vor 66 Jahren erschienen, u.a. diese Kapitel umfassend, mit sehr aussagefähigen Überschriften: Schrift kann und soll deutlicher sein denn Rede * Die beiden Grundpfeiler guter Typographie (Form und Anordnung, S. 18ff.) * Der Weg der Schrift… * Das typographische Maßsystem * Die Behandlung fortlaufender Texte * Illustrationen * Papiertönung (Kontraste! S. 106ff.) * Bunte Farben… * usw. usf. U.a. mit Warnung vor zu viel Schrift-Varianten im selben Dokument (s.u.a. zusammenfassend S. 92ff.), gar schlechter lesbare Kursive oder übertrieben Halbfette – und: vermeide VERSALIEN…
Gilt heute wie gestern
…und wird auch morgen gelten – denn „seine Analysen sind immer überzeugend, auch wenn sie aus den Zeiten von Bleisatz und Fotosatz stammen. Jeder, der mit Text- oder Grafikprogrammen am Mac, PC oder Smartphone etwas gestaltet, kann sich mit Erfolg auf seine Hinweise und Empfehlungen berufen.“ Was ich erfreulich finde, zeigt sich doch, dass Klassisches auch in „modern times“ gültig bleibt – und wir darauf zurück greifen sollten (siehe auch das Nachwort des Hg. S. 125f.), für ein grundsätzliches Verständnis dessen, was uns „natürlich“ von KI & Co. scheinbar abgenommen wird: So gesehen, ist das ein tolles Briefing fürs Entwickeln eines eigenen CD = Corporate Design (plus Farben, Logo, Wording…), sehr zu empfehlen! Denn wer sich dieses handliche Handbuch gönnt, hat alles zur Hand, was sinnvolles Schrift-Gestalten angeht, als Blaupause – sinnvoll im Sinne von „gut lesbar“ – und das wünscht du dir auch, oder? Auf dass mühevoll erarbeitete Texte eben gelesen werden statt frustriert zur Seite gelegt, weil: schlecht lesbar… Ergo – ran an den Band HPR www.dialogprofi.de www.gabal.de
