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Was wird aus der Arbeit?

Autor Anke Hassel/Wolfgang Schroeder (Hg.)
Verlag Campus
ISBN 978-3-593-52037-7

Ein umfassender Reader mit breitem Blick und vertiefenden Details, geschaffen mithilfe einer Vielzahl kompetenter Perspektiven, präsentiert in acht großen Kapiteln auf mehr als 300 Seiten.

New Work
…ist zwar als ein Aspekt unter vielen inhaltlich verwoben, doch anders als bei vielen Publikationen rund ums Thema fern davon, Fokus zu sein! Denn „die moderne Arbeitswelt ist unübersichtlich, sie gleicht einem Puzzle. Die These vom »Ende der Arbeit« gehört der Vergangenheit an; vielmehr dominiert die Perspektive einer »flexibilisierten Arbeitsgesellschaft«, an der immer mehr Menschen teilhaben. Dekarbonisierung, Digitalisierung und demografischer Wandel verändern die Arbeitsplätze und das deutsche Sozial- und Wirtschaftsmodell. Homeoffice und 4-Tage-Woche verändern etablierte Arbeitsregime. Hohe Arbeitsbelastung und Löhne, die die Inflation kaum ausgleichen, führen zu politischer Unzufriedenheit. Arbeit ist weiterhin die Quelle von Wertschöpfung und individueller Sinnkonstruktion, aber auch der erste Ort gesellschaftlicher Integration.“ Eine Fülle an für unsereins absolut relevanten Themen also!

44 Beiträge ausgewiesener Expert:innen
„…geben in diesem Buch in acht Themenfeldern – Arbeit und Sozialstaat, Migration, Arbeitsmarkt und Tarifpolitik, Arbeitsplätze und Arbeitsbedingungen, Bildung und Qualifikation, Gesundheit, Digitalisierung, ökologische Transformation – Antworten auf die Fragen, wie die Arbeit der Gegenwart organisiert ist, welche Bedeutung sie in unserem Leben und für den gesellschaftlichen Zusammenhalt spielt und wie die Arbeitsbedingungen so verbessert werden können, dass sie den Ansprüchen an eine gute Arbeit genügen.“ Womit wir auch beim beliebten Thema „Work-Life-Balance“ landen… Die Beiträger sind teils mehrfach vertreten und jeweils Meinungsführer in ihrem Bereich, siehe etwa Jutta Allmendiger oder Marcel Fratzscher, um nur zwei auch allgemein sehr bekannte Personen zu nennen (alle aufzufinden S. 305ff.). Eselsohren haben bei mir (besonders hervor hebend und leichter wieder aufzufinden) diese Themen erhalten: Respekt in und für Arbeit (S. 74ff.), Migration und der deutsche Arbeitsmarkt (S. 122ff.), Duale Studiengänge – eine Verhandlungssache (S. 206f.), Automatisierung betrifft Routine-Tätigkeiten (in „KI und Arbeitsplätze“, S. 244ff.) – und neben diesem sehr aktuellen Thema eben auch New Work (S. 257ff.) und natürlich:

Aus- und Weiterbildung
…haben ein eigenes Kapitel erhalten (S. 187ff.) mit vier Unter-Kapiteln: Wie kann D in der Wb. aufholen? Wie lässt sich Wb. nutzerfreundlicher machen? Warum ist das duale Ausbildungssystem reformbedürftig? Akademisierung der dualen Ausbildung? So erscheinen die beiden Teile des lebenslangen Lernens durchaus eng verwoben – und bieten unsereins in diesen Bereichen Tätigen vielerlei wertvolle Impulse! Für mich etwa als jahrzehntelanger IHK-Prüfer im Ausbildungs-Beruf „Kaufleute für Marketing-Kommunikation“ wie als Trainer, Coach, Berater. Voila, die Leserschaft greife zu! HPR www.dialogprofi.de www.gabal.de

Hanspeter Reiter