Lügennebel
| Autor | Viveca Sten |
| Verlag | dtv |
| ISBN | 978-3-423-28495-0 |
„Ein Fall für Hanna Ahlander | Viveca Stens Polarkreis-Reihe (Die Åre-Morde, Band 4) setzt die Serie mit einem Ermittler-„Paar“ fort, mit deutlich mehr als 500 Seiten Lokalkrimi: stimmungsvolle Beschreibungen außerordentlichen Ambientes inkl. (z.B. S. 94f. usw.).
Eine Locked-in-Situation
…entsteht für eine Gruppe junger Leute in einer Skihütte, wenn auch einer mondänen: „Beste Freunde. Dunkle Geheimnisse. Ein Skiurlaub, der tödlich endet… Eine klirrend kalte Januarwoche im schwedischen Bergdorf Åre: Sechs Studenten verbringen die Skiferien in einem abgelegenen Ferienhaus. Sie feiern ausgelassen, spielen »Wahrheit oder Pflicht« und lassen sich auf immer riskantere Abfahrtsmanöver ein. Eines Morgens liegt eine junge Frau aus der Gruppe tot im eisigen Schnee. War es ein Unfall oder kaltblütiger Mord? Mit jeder ungeklärten Frage steigt die Spannung unter den Freunden. Alle spielen sich gegeneinander aus, niemand kann glaubhaft darlegen, was in jener verhängnisvollen Nacht geschah. Auch die Bewohner von Åre machen sich verdächtig: Ihnen sind die rücksichtslosen Städter schon lange ein Dorn im Auge. Hanna Ahlander und Daniel Lindskog stehen vor ihrem härtesten Fall. Denn wie gelangt man an die Wahrheit, wenn alle lügen?“ Wie Menschen miteinander umgehen, zeigt sich, als die Youngsters in ihrer Skihütte mehrere Tage verbringen müssen.
Wahrheit aus dem Nebel
Und auch, als sie im Nebel unterwegs sind, der eher einer ist, der zur Wahrheit führt, wenn es etwa um gegenseitiges Rücksichtnehmen geht – resp. um das Fehlen von eben jenem (S. 172 usw.). Wieder einmal geht es letztlich um Beziehungen, etwa die neue, noch geheime Hannas mit einem durchaus empathischen Milliardär (S. 51f. usw.), die von Daniel zu seiner Ex und deren „Neuen“, bezogen auf die gemeinsame Tochter – und jene des Kollegen Anton zu seinem Partner Carl, das Outing scheuend, leider begründet (S. 296f. z.B.). Und eben um jene durchaus labilen innerhalb der Youngster-Gruppe rund um ein Alpha-„Männchen“ (S. 398f. klärt sich´s dann…). Dazu poppt immer wieder das Thema häusliche bzw. sexualisierte Gewalt bis hin zu Femizid auf, für das Hanna aufgrund eigener leidvoller Erfahrung besonders sensibilisiert ist (S. 219 etc.). – Wer sich für den Vorläufer-Band interessiert, findet eine Leseprobe (S. 511ff.): Kann auch nachträglich gelesen werden . HPR www.dialogprofi.de www.gabal.de
