Lessons for Life
| Autor | Ulrike Gastmann |
| Verlag | kanon |
| ISBN | 978-3-98568-183-9 |
„99 Menschen, die dein Leben besser machen“ fasst auf jeweils wenigen Seiten die Quintessenz von (Er-)Leben und Wirken bekannter und weniger bekannter Persönlichkeiten zusammen. Eher anekdotisch, in damit leicht verdaubaren Happen, mit insgesamt dann nahe an 300 Seiten.
Vorbilder für weiterführendes Verhalten
…so ließe sich pointiert beschreiben, welche CVs in Kurzform die Autorin ausgewählt und präsentiert hat: „99 gelungene Lebensläufe – für dein besseres Leben: Ruth Bader Ginsburg wurde die erste Richterin am amerikanischen Supreme Court. Entschieden und dennoch kompromissbereit setzte sie sich für Frauen- und Minderheitenrechte ein. »Kämpfe für die Dinge, die dir wichtig sind, aber tue es auf eine Weise, die andere dazu bringt, sich dir anzuschließen.« Roger Federer hat nur 54 % aller ausgespielten Punkte geholt. Und doch mehr Titel gewonnen als jeder andere. Misserfolg und Erfolg sind relativ. Wenn ein Aufschlag ins Netz geht, schlag neu auf. Noch besser: Schlag ein schlaues Buch auf. Zum Beispiel dieses.“ Um sich so zur Reflexion über das eigene Leben, persönliche Ziele, individuelles Verhalten anregen zu lassen: 99 also sind geboten, etwa wie bedeutsam das Atmen für ein (Über-)Leben ist und wieder gelernt werden kann (S. 27ff.) – wie es möglich ist, über sich selbst hinaus zu wachsen (und über brutale Widersacher, zuzeiten der Nazis als Holocaust-Verfolgter) und ein ausgleichendes Leben zu führen (S. 67ff.) – Wirken mit Kunst im öffentlichen Raum (S. 91ff.) – eine andere Perspektive auf das (so arg kurze) Leben der Anne Frank = die Warte eines Verwandten, der „nachlebt“ (S. 120f.) – das Erkennen vom Einfachen im (scheinbar) Schwierigen, nämlich hier die Desinfektion via Sonne in PET-Flaschen (S. 180ff.) – Lachen und Weinen in der Karikatur vereinen (Manfred Deix nämlich, S. 253ff.) – oder zu meiner Freude auch das Porträt von Dr. Erika Fuchs mit dem trefflichen Titel „Grübel, seufz, spring!“ ihre Inflektive adressierend, passend „Erikative“ genannt (S. 281ff.). Natürlich gehört zu diesen Impulsen letztlich auch, zur Interaktion aufzufordern: S. 286f. gibt es Platz für No. 100 = „Schreib deine eigene Lektion!“, voila! Auch (und gerade!) wer Weitebildung jeglicher Couleur betreibt, fühle sich angeregt… HPR www.dialogprofi.de www.gabal.de
