Nebelbeute
| Autor | Benjamin Cors |
| Verlag | dtv |
| ISBN | 978-3-423-22172- |
„Ein abgelegenes Dorf, ein undurchdringlicher Wald, eine Reise in die Vergangenheit. Der dritte düstere Psychothriller mit Gruppe 4“ ziemlich international = Länder-übergreifend, auf annähernd 400 Seiten.
Spannungsvolles Auf und Ab
…ist hier geboten, mit geschicktem immer wieder aufs Neue ins Spiel gebrachten potenziellen Tätern, wow… Anschließend an früheres Geschehen, durchaus zudem mit Kollateral-Opfern, die das Geschehen noch undurchsichtiger werden lassen! Und so geht´s „rund“: „Tief in den Wäldern wartet die Erlösung – und das Grauen: Mila Weiss ist auf der Jagd. Tief in den Bergen will sie endlich ein Phantom aus ihrer Vergangenheit stellen: Johannes Toblach. Doch am Tag ihrer Ankunft wird eine Leiche in den Bäumen gefunden, gefangen in einem Netz aus Seilen. Und für Mila stellt sich die Frage: Ist sie die Jägerin oder die Gejagte? Stück für Stück kommt sie ihrem Ziel näher – bis sie plötzlich spurlos verschwindet. Die Gruppe 4, geleitet von Jakob Krogh, macht sich sofort auf die Suche. Sie stoßen auf ein abgelegenes Bergdorf, in dem nur das Schweigen noch dichter ist als der Nebel. Das Team wird in das grausame Spiel eines Serienmörders verstrickt, der sich in den Schatten der Wälder verbirgt. Und ganz offenbar Mila in seiner Gewalt hat …“ Das Überleben dort hängt auch vom hiesigen Sägewerk ab, das wegen des intensiven Abholzens andererseits kritisiert wird (siehe u.a. S. 99ff.) – und dessen Geschäftsführer schließlich zu einem der Opfer wird… Die Kirche wiederum ist einerseits Anziehungspunkt, gerade wenn teuflische Morde geschehen (S. 158f.) – doch „wegen Überfüllung geschlossen“ wäre übertrieben, noch dazu mit einem Pfarrer, der durchaus ambivalent erlebt wird… Und welche Rolle spielt ein Reinigungs-Service, bei dem eines der Opfer tätig war (S. 222f. usw.)? Ein stetes Hin und Her also, dass die Gruppe 4 wie auch die Orts-ansässige Polizei an Grenzen bringt – was sich schließlich auch in wechselseitigen Schuldzuweisungen mündet (S. 276ff.): Dieses Gewitter führt dazu, dass die Zusammenarbeit mit frischer Kraft fortgesetzt werden kann. Sehr schön die Lösung, im Sinne von „was treibt den Täter denn um?“, angedeutet bereits S. 238f. mit Vergangenheits- und Kunst-Bezug – mehr zu verraten bräuchte eine Spoiler-Warnung … Denn dieser Text soll ja schlicht ein Appetizer sein – ran ans Buch, feine Lektüre! HPR www.dialogprofi.de www.gabal.de
