„Mordgruppe, Band 2“ bietet die Fortsetzung der Serie mit 400 Seiten.
Mörderische Festspiele
…könnten zu erwarten sein, in Salzburg – doch der Ausgangspunkt liegt (natürlich) in Wien: „Mord im Burgtheater! Temporeiche und bühnenreife Höchstspannung von Ursula Poznanski: Im zweiten Wien-Krimi steht Ermittlerin Fina Plank unfreiwillig auf der ganz großen Bühne. Die Inszenierung von Shakespeares Richard III am Wiener Burgtheater trieft förmlich von Theaterblut, daher fällt kaum jemandem aus dem Publikum die echte Leiche auf der Bühne auf: Ulrich Schreiber, altgedienter Garderobier, wird tot auf einem Thron sitzend von der Unterbühne ins Rampenlicht gefahren. Die Tat löst Entsetzen und Ratlosigkeit gleichermaßen aus: Schreiber war allseits beliebt, ein unauffälliger Mann ohne Feinde. Anders als das nächste Opfer, das weitaus bekannter ist …Doch gleich darauf heißt es Aufbruch nach Salzburg, wo das Ensemble bei den Festspielen gastiert. Unnötig zu sagen, dass auch die junge Wiener Kommissarin Fina Plank die Reise nach Salzburg antreten muss. Verstörende Drohungen, hysterische Künstler:innen und ein unliebsamer Kollege machen ihr zu schaffen – vor allem aber der Gedanke, dass der Fall mit der Festnahme des Mörders nicht gelöst sein wird…“ Denn sie hat früh die Theorie aufgestellt, da könne es einen Kuckucks-Täter geben – also eine Art Nachahmer, der seinen Mord ins „Nest“ des anderen Mörders legt… Interessante Aspekte hat die Autorin eingewoben, siehe etwa schwarze PR (S. 94f.), sicher auch außerhalb des Kulturbetriebs gängig. Wie auch das Schlechtmachen untereinander, andererseits Helden-Verehrung auch im Betrieb (S. 169 etc.). Und auch bei der Polizei wirft man einander schon mal Knüppel in den Weg: Die Dauer-Fehde mit ihrem Kollegen Oliver kann Fina schließlich kontern, indem sie den Tipp eines anderen Kollegen aufgreift…
