Wenn ich heute als Mentorin tätig bin, dann tue ich das aus tiefster Überzeugung mit vielen anderen ehrenamtliche Mentor:innen. Ich glaube an das Potenzial von Menschen – und daran, dass wir einander brauchen, um es voll entfalten zu können. Mentoring ist für mich keine einseitige Belehrung, sondern ein Raum, in dem Vertrauen, Entwicklung und gegenseitige Stärkung möglich werden. Ich durfte selbst als Mentee erleben, wie bestärkend eine solche Beziehung sein kann. Heute begleite ich andere auf ihrem Weg – und erlebe immer wieder, wie viel Kraft in diesen Verbindungen steckt.
Heike Höf-Bausenwein und Rolf Schwedes[/caption]
Ein Beispiel dafür ist mein Mentee Rolf Schwedes. In unserer gemeinsamen Zeit hat sich viel bewegt – nicht nur fachlich, sondern vor allem auf der persönlichen Ebene. Rolf hat sich auf den Prozess eingelassen, sich selbst neu zu entdecken, alte Muster zu hinterfragen und eigene Ressourcen zu aktivieren. Er sagte einmal sinngemäß: „Ich habe gelernt, dass die Lösung oft schon in mir liegt – aber dass ich jemanden brauchte, der mich dazu ermutigt, hinzuschauen.“
Genau das ist für mich der Kern von Mentoring: Es geht nicht darum, schnelle Antworten zu liefern, sondern darum, die richtigen Fragen zu stellen. Und darum, einen Raum zu schaffen, in dem Menschen sich sicher fühlen, sich auszuprobieren und neue Wege zu gehen.
Auf Augenhöhe wachsen
In der Arbeit mit Rolf und anderen Mentees erlebe ich immer wieder, wie kraftvoll eine Beziehung auf Augenhöhe sein kann. Als Mentorin bringe ich meine Erfahrung ein – ja. Aber ich lerne auch selbst mit jedem Gespräch, jeder Reflexion, jedem Perspektivwechsel. Mentoring ist kein Einbahnstraßenmodell. Es ist ein beidseitiger Prozess, geprägt von Respekt, Vertrauen und echter Begegnung.
Rolf hat mir mehrfach gespiegelt, wie wichtig für ihn die Möglichkeit war, Feedback in einem geschützten Rahmen zu bekommen – ehrlich, aber wohlwollend. Wie sehr es ihm geholfen hat, eigene Stärken zu erkennen und Blockaden loszulassen. Für mich war es beeindruckend zu sehen, wie er Schritt für Schritt mehr Klarheit gewann – über seine Ziele, seine Werte und darüber, was er wirklich will.
Menschen entwickeln ist mein Thema
Ich sage oft: „Menschen entwickeln ist mein Thema.“ Diese Haltung prägt nicht nur mein berufliches Tun, sondern auch mein ehrenamtliches Engagement. Ich bin überzeugt, dass echtes Wachstum dann entsteht, wenn Menschen sich gesehen, gehört und ernst genommen fühlen. Deshalb bin ich auch so gerne Teil des GABAL e.V. – weil dort genau diese Werte gelebt werden.
Bei GABAL geht es nicht nur um Weiterbildung im klassischen Sinne, sondern um persönliche Entwicklung, ums Netzwerken, um Austausch und Inspiration. Hier treffe ich auf Menschen, die sich gegenseitig unterstützen, ihre Erfahrungen teilen und gemeinsam weiterdenken. Und genau das brauchen wir – gerade in Zeiten wie diesen.
Gemeinsam weiterkommen
In einer Phase tiefgreifender Veränderungen – gesellschaftlich, technologisch, wirtschaftlich – ist es umso wichtiger, dass wir uns nicht als Einzelkämpfer:innen durchschlagen, sondern auf tragfähige Verbindungen setzen. Mentoring ist dafür ein starkes Instrument. Es verbindet Menschen über Generationen, Fachrichtungen und Hintergründe hinweg. Es schafft Vertrauen, wo Unsicherheit ist. Es schenkt Orientierung, wo Komplexität überfordert.
„Gegenseitige Unterstützung ist ein Erfolgsgarant – und in diesen Zeiten wichtiger denn je.“ Das ist für mich kein bloßer Leitsatz, sondern eine Haltung. Mentoring macht diese Haltung erlebbar. Es zeigt: Wir müssen nicht alles alleine schaffen. Es ist kein Zeichen von Schwäche, sich begleiten zu lassen – im Gegenteil. Es ist ein Zeichen von Stärke, sich zu öffnen und gemeinsam zu wachsen.
Dank an die, die es möglich machen
Ein starkes Mentoring-Programm braucht nicht nur engagierte Mentor:innen und motivierte Mentees – es braucht auch eine kluge, zuverlässige Organisation. Deshalb möchte ich an dieser Stelle ausdrücklich Nicole Dittombèe und Elke Meurer danken. Sie begleiten das GABAL Mentoring-Programm mit großem Engagement, Professionalität und Herzblut – vom ersten Kick-off bis zum Abschlussbericht. Sie sorgen für Struktur, für einen reibungslosen Ablauf und dafür, dass sich alle Beteiligten gut aufgehoben fühlen. Ihre Arbeit schafft den Rahmen, in dem echte Entwicklung möglich wird.
Fazit: Mehr als ein Programm
Mentoring ist für mich mehr als ein strukturiertes Format. Es ist eine Haltung. Es ist ein Ausdruck von Wertschätzung, von Verantwortung, von echtem Interesse am Menschen. Ich bin dankbar, dass ich selbst einmal begleitet wurde – und heute andere begleiten darf.
Ich wünsche mir, dass noch viele Menschen die Kraft dieser Verbindung erleben dürfen. Denn Mentoring verändert – nicht nur Lebensläufe, sondern oft auch Lebenshaltungen. Und das macht den wahren Unterschied.
Heike Höf-Bausenwein
www.inhube.de
Gute Präsentationsfähigkeiten sind ein entscheidender Karrierefaktor – und zwar über alle Hierarchieebenen hinweg. Studien zeigen: Menschen, die in der Lage sind, komplexe Inhalte klar, emotional und strukturiert zu präsentieren, werden als kompetenter, führungsstärker und vertrauenswürdiger wahrgenommen.
Doch in der Praxis erleben wir oft das Gegenteil:
- Folienwüsten mit endlosen Bulletpoints
- Unsichere Auftritte trotz exzellenter Fachkenntnisse
- Monologe ohne Kontakt zum Publikum
Das Resultat: Gute Ideen bleiben unsichtbar – und Potenzial wird verschenkt.
Was eine starke Präsentation wirklich ausmacht
Eine überzeugende Präsentation ist keine Show. Sondern ein präzises Handwerk mit drei zentralen Wirkfaktoren:
- **Struktur**: Der rote Faden ist entscheidend. Wer sein Thema nicht klar gliedert, verwirrt statt überzeugt. Hilfreich sind z. B. klare Leitfragen („Was will ich, dass mein Publikum denkt, fühlt oder tut?“) und der bewusste Einsatz von rhetorischen Übergängen, Kontrasten und Zusammenfassungen.
- **Story:** Gute Präsentationen erzählen Geschichten – keine Datenreihen. Wer mit Emotionen arbeitet, erhöht die Behaltensleistung. Wissenschaftliche Studien (z. B. von Paul Zak) belegen: Narrative Präsentationen steigern Aufmerksamkeit, Empathie und sogar die Bereitschaft zum Handeln.
- **Präsenz:** Deine Körpersprache, Stimme und der Blickkontakt transportieren mehr Wirkung als deine Worte. Eine offene Haltung, gezielter Einsatz von Pausen und eine lebendige Stimme machen dich nicht nur präsenter – sie machen deine Inhalte glaubwürdiger.
Warum das Präsentieren manchen schwerfällt – und was hilft
Viele Menschen sagen: „Ich bin halt kein Rampenlicht-Typ.“
Doch Präsentieren ist keine Frage des Talents – sondern der Übung. Es geht nicht darum, lauter oder launiger zu sein. Sondern darum, authentisch und klar zu kommunizieren.
Was hilft:
- Reflexion: Was sind meine Stärken? Wo verliere ich das Publikum?
- Feedback: Außenwirkung ist keine Bauchgefühl-Frage – sie lässt sich sichtbar machen.
- Training: In einem geschützten Rahmen zu üben, reduziert Lampenfieber, stärkt Sicherheit und macht Entwicklung sichtbar.
Fazit:
Wer besser präsentiert, wird gehört – und wer gehört wird, hat Einfluss.
Ob du ein Team führst, Ideen verkaufen willst oder einfach souveräner auftreten möchtest: Investiere in deine Präsentationskompetenz. Nicht als Kür – sondern als Schlüsselkompetenz in einer kommunikativen Arbeitswelt.
Hinweis:
Am 26.–27. September 2025 findet unser nächstes offenes Präsentationstraining in Ulm statt – mit Fokus auf Präsenz, Storytelling und Auftrittswirkung.
Weitere Informationen & Anmeldung über kontakt@aim-higher.de und auf
Bericht über die Veranstaltung der GABAL Regionalgruppe Hannover am6. Februar 2025
Die Veranstaltung fand in den Räumen der Buchhandlung Leuenhagen&Paris, Hannover, statt. Der Buchhandlung wurde in 2024 zum 8. Mal in Folge der „Deutsche Buchhandlungspreis“ verliehen. Dieser Preis bestätigt das agile Bestreben zur Zukunftssicherung der Buchhandlung.
Zukunftsfähigkeit, deren Stärkung und Entwicklung, dies ist ja auch ein Kernanliegen des GABAL Verbands. So lag es nahe, den Autoren, Dr. Florian Pressler, des im GABAL Verlag erschienen Buches: "Sich durchsetzen ohne Ellenbogen – Wie Sie von anderen bekommen, was Sie wollen, ohne Porzellan zu zerschlagen" für eine Veranstaltung in Hannover zu gewinnen. In dieses Buch hat der Autor seine Forschungsergebnisse an den Universitäten Heidelberg und Augsburg zu Verhandlungs- und Durchsetzungsstrategien in der Politik und der Wirtschaftswelt sowie seine langjährigen Erfahrungen als Rhetorik- und Führungskräftetrainer eingebracht.
Die Anzahl von 60 Teilnehmenden zeigt das große Interesse an dem Thema und das Bedürfnis sich für den „robusteren“, egoistischeren Umgang im privaten Umfeld und in der Arbeitswelt besser zu wappnen. Die Teilnehmenden waren gespannt darauf, zu hören, wie man in solchen Situationen die eigenen Interessen wahren bzw. sie durchsetzen kann.
Zunächst gab Herr Pressler einen Überblick über einige wichtige Aspekte des Themas. Nach einer Pause wurde die Veranstaltung in einem Mix aus Interview durch Wolfgang Neumann und Fragen der Teilnehmenden fortgesetzt. Dies waren die wesentlichen Themen und Empfehlungen des Abends:
- Wer versucht, sich durchzusetzen, indem er die Ellenbogen ausfährt, zerstört Beziehungen – und bekommt langfristig auch nicht, was er will. Aber alles hinnehmen ist auch keine Lösung.
- Es gibt einen „3. Weg“: Lauschen, Emotionen anerkennen, Anschlussfragen stellen, Fokus auf Lösungen = LEAF
- Bei verbalen Angriffen sind wir oft so überrascht, dass wir nicht wissen, was wir sagen sollen. Eine der Empfehlungen lautete hierzu, sich einen „Schlagfertigskeitskoffer für den Notfall“ mit drei Formulierungen zuzulegen, die man wie aus der Pistole geschossen wiedergeben kann.
- Um durchsetzungsstark zu kommunizieren ist es auch notwendig, die Interessen des Gesprächspartners erkennen zu wollen und anzuerkennen, manchmal eigene Standpunkte aufzugeben und Kompromisse zu schließen. Dies ist dann aber eine bewusste Entscheidung und kein achselzuckendes, entscheidungsunfähiges Verhalten.
- Um die Interessen von anderen zu erkennen, ist es erforderlich, Fragen richtig zu stellen und durch Fragen das Gespräch zu steuern: Wer spricht erfährt nichts!
- Vor den Gesprächen oder Meetings sollten die eigenen Interessen und Ziele geklärt werden: Welche Sach-, Prozess-, Beziehungs- und Identitätsziele strebe ich an?
- Das Einholen von Feedback verkleinert den „blinden Fleck“. Feedback sollte daher bewusst eingeholt und aus ungebetenen Feedbacks das Beste mitgenommen werden: Feedback ist immer ein Geschenk, Feedback ist kostenlose Beratung …
Eine wichtige Basis für die Anwendung von Techniken der Durchsetzungsstärke ist die innere Haltung, selbst-bewusstes Auftreten, das Standing im Umfeld. Wer als zaghafte, ängstliche Person wahrgenommen wird, dessen Vorschläge und Interessen werden seltener Zustimmung und Unterstützung finden.
Diese lebendige Veranstaltung und die aus dem Buch vorgetragenen praxisnahen Empfehlungen führten dazu, dass viele Teilnehmer für den Kauf des Buches entschieden. Hier geht es zur Leseprobe >>
Nach dieser sehr erfolgreichen Veranstaltung gibt es erste Überlegungen, Herrn Pressler im Herbst, wenn sein neues Buch erscheint, erneut zu bitten, die weite Reise von Augsburg nach Hannover anzutreten.
Die Veranstaltung am 6. Mai 2025 fand in den Räumen der Buchhandlung Leuenhagen&Paris in Hannover statt.
Im Sinne der Aktivierenden Lehrmethoden bei GABAL, möglichst die Teilnehmenden aktiv einzubeziehen, war mit der Referentin, Karin Lausch abgestimmt, sich möglichst viel mit den ca. 40 Teilnehmenden auszutauschen, also weniger Vortrag. So habe ich in der „Lesung“ Trust me - Warum wir anderen vertrauen sollten, mit Karin Lausch, Hamburg, u. a. die Rolle des Lesenden übernommen. Karin Lausch ist Autorin des im Haufe-Verlag erschienenen Buches: "Trust Me - Warum Vertrauen die Zukunft der Arbeit ist", das auf den SPIEGEL-, Börsenblatt und Manager Magazin-Bestsellerlisten der Wirtschaftsbücher platziert war.
Bei der Vorbereitung der Veranstaltung fiel mir das Wort "Vertrauen" im Alltag häufiger auf, selektive Wahrnehmung halt. Wir sind uns nicht bewusst, dass wir alltäglichen Ereignissen unbewusst mit Vertrauen begegnen: Vertrauen, dass jemand pünktlich zum vereinbarten Zeitpunkt erscheint, dass andere Verkehrsteilnehmende bei Rot halten, Vertrauen in einen Handwerker, Vertrauen in die Lebensmittel, in die Stromversorgung in Spanien, oder das Vertrauen der Anwesenden in die Veranstalter, dass sie heute nützliche Informationen zum Thema Vertrauen geben, Vertrauen im politischen Kontext …
Die Vertrauensfrage stellt sich häufiger als es uns bewusst ist: "Wir vertrauen blind links und vertrauen weniger bewusst. Vertrauen ist nicht nur ein „philosophisches“ Thema. Es hat vielmehr handfeste Auswirkungen auf uns, auf unseren Alltag, den Beruf (Arbeiten in Projekten, zugesagte Leistungen von Kollegen und Freunden) und das Wirtschaftsleben. Die Kompensation fehlenden Vertrauens kostet Geld, Absicherung und Kontrolle kosten Zeit und Nerven - Vertrauen ent-lastet!
Der Titel des Buches TRUST ME ist ein Akronym. Es steht für
T = Transparenz
R = Reflexion
U = Unterstützung
S = Sinn
T = Termintreue
M = Menschlichkeit
E = Ehrlichkeit
Zu einigen Punkten wurden Texte aus dem Buch gelesen, erläutert und diskutiert: Transparenz, Feedback, Wofür Misstrauen eine Lösung ist, der Ratschlag, Sinn, Ehrlichkeit. Ausführlicher wurde über den Zusammenhang der fünf Bereiche der Emotionalen Intelligenz (Selbstwahrnehmung, Selbstregulation, Motivation, Empathie, soziale Kompetenz) und Kompetenzen bezüglich des Bildens von Vertrauen bzw. Misstrauen gesprochen.
Vertrauenssituation wahrnehmen, beurteilen, Vertrauen entwickeln ist das Ergebnis des Zusammenspiels der Kompetenzen:
- Empathie: Situationen wahrnehmen: Wie ist die Vertrauenssituation, kann ich jemandem vertrauen, vertraut er mir, warum vertraut jemand mir nicht?
- Kommunikationsfähigkeit: Die Fähigkeit und die Bereitschaft, Vertrauensdefizite anzusprechen
- Konfliktfähigkeit: Die Fähigkeit und die Bereitschaft Konsequenzen zu ziehen, wenn Vertrauen nicht entgegengebracht, wenn man jemandem nicht vertrauen kann/möchte.
- Umgang mit Veränderungen: Wie gehe ich damit um, wenn ich jemandem das Vertrauen entziehe?
Das Fazit: Für den Umgang mit Vertrauen, für bewusstes Vertrauen und natürlich auch Misstrauen braucht es die Entwicklung von Kompetenzen, u. a. die vier erwähnten.
Zum Abschluss gab Karin Lausch auf die Frage: "Wie lauten deine Empfehlungen, wenn dich jemand nach drei einfachen Tipps fragt, wie er/sie Vertrauen in sich und andere aufbauen kann?" diese Empfehlungen:
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Selbstwahrnehmung: Wie bin ich selbst in Sachen Urvertrauen, Menschenbild und Erfahrungen im Leben aufgestellt? Der erste Schritt ist, sich selbst zu reflektieren.
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Die Vertrauensfähigkeit offenlegen: Wenn ich weiß, wie ich aufgestellt bin, kann ich dies kommunizieren und mich damit verletzlich zeigen. Ich kann anderen sagen, dass es mir gerade schwer fällt, mir selbst oder ihnen zu vertrauen. Oft mindert das schon das Nichtvertrauen und es entsteht Verbindung, wodurch Vertrauen wächst.
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Partner in Crime suchen: Wenn wir uns kleine Ziele stecken, um besser loszulassen und mehr zu vertrauen, dann sollten wir das gemeinsam mit anderen tun. So können wir uns gegenseitig darauf aufmerksam machen, wenn wir wieder in alte Muster geraten.
Von Avataren, Alpenluft und einem Werkzeugkoffer für die Zukunft der Weiterbildung
Vor einigen Tagen durfte ich für den GABAL Verband einen besonderen Webtalk durchführen: „KI-Power für Trainer“. Eine Stunde lang tauchten wir ein in die Welt der Künstlichen Intelligenz – und was sie für Trainer, Berater und Weiterbildner konkret bedeutet. Für mich war es mehr als ein Vortrag. Es war eine Reise. Und diese Reise möchte ich hier mit Ihnen teilen.
Bereits zu Beginn wurde klar: Dieses Webinar wird anders. Denn statt mich selbst vorzustellen, ließ ich meinen digitalen Avatar Raffatar zu Wort kommen. Raffatar, ein KI-generiertes Ebenbild meiner selbst, begrüßte die Teilnehmenden charmant und mit einer überraschend echten Stimme. Das sorgte nicht nur für Neugier, sondern auch für eine wichtige Botschaft: KI ist längst nicht mehr Zukunftsmusik. Sie ist angekommen.
Der Einstieg: Bilder sagen mehr als Worte
Noch bevor ich ein einziges Slide zeigte, bat ich die Teilnehmenden, ihr aktuelles Befinden als KI-generiertes Bild darzustellen – auf einem interaktiven Padlet. Was dabei entstand, war berührend, manchmal komisch, manchmal tiefgründig. Ein stilles, visuelles Kennenlernen – jenseits von Kamera und Mikrofon.
Was mich besonders freute: Viele waren mutig genug, die KI nicht nur zu testen, sondern sie direkt kreativ einzusetzen. Und plötzlich wurde sichtbar: KI kann ein Werkzeug sein, das nicht distanziert, sondern Verbindung schafft.
Die Inhalte: Mehr als Tools – es geht um Haltung
In meiner Präsentation – komplett KI-gestützt mit Gamma erstellt – habe ich gezeigt, wie man heute als Trainer Inhalte nicht nur schneller, sondern strukturierter und wirkungsvoller erstellen kann. Von der automatisierten Skripterstellung mit ChatGPT über KI-generierte Bilder bis hin zu Videos in Fremdsprachen mit Synthesia: Die Bandbreite ist riesig.
Aber: Es geht nicht darum, möglichst viele Tools zu nutzen. Sondern darum, die richtigen Tools sinnvoll in den eigenen Arbeitsalltag zu integrieren.
Was bleibt – und was kommt
Ich habe viele Impulse gesetzt, aber mindestens genauso viele zurückbekommen. Eine Frage kam besonders oft: „Wo soll ich anfangen?“ – Meine Antwort: Fang dort an, wo du gerade stehst. Vielleicht mit einem Tool wie Scribe, das automatisch Schritt-für-Schritt-Anleitungen erstellt. Oder mit Gamma, das aus wenigen Stichpunkten eine Präsentation formt. Oder mit einer einfachen ChatGPT-Abfrage zur Ideenfindung.
In der Diskussion wurde deutlich: Viele Trainer wollen KI einsetzen – aber mit einem guten Gefühl. Themen wie Datenschutz, Urheberrecht und ethische Fragen wurden intensiv diskutiert. Und das ist auch richtig so. KI ist ein mächtiges Werkzeug – aber kein Selbstläufer.
Persönlicher Nutzen: Mehr Zeit für das, was zählt
Was mich antreibt, ist simpel: Ich möchte mehr Zeit in den Bergen verbringen und weniger Zeit mit repetitiven Aufgaben. KI hilft mir dabei. Ob durch automatisierte Nachfass-E-Mails, die Erstellung von Webinarmaterialien oder die Visualisierung von Lernpfaden – ich habe mir durch den gezielten KI-Einsatz neue Freiräume geschaffen.
Und genau das möchte ich weitergeben: «KI ist nicht nur ein Toolkasten. Sie ist ein Möglichmacher».
Mein Highlight: Raffatar in Aktion
Ein magischer Moment war, als Raffatar eine kurze Kursankündigung live übernahm – in perfektem Deutsch. Für viele war das der Moment, in dem klar wurde: „Das ist nicht Spielerei – das ist Praxis.“ Und gleichzeitig auch Inspiration, wie man mit einfachen Mitteln seine eigene digitale Präsenz stärken kann.
Was kommt als Nächstes?
Ich präsentiere aktuell eine kompakte 4-Stunden-Schulung (inkl. E-Learning & Zertifikat) – speziell für Trainer, die mit KI durchstarten wollen. Mit Fokus auf Klarheit, Struktur und Praxis. Für GABAL Mitglieder gibt es: 50 % Rabatt (Kennwort: GABAL50 bei der Bestellung eingeben) – ein kleines Dankeschön für die rege Teilnahme und das tolle Feedback.
Mein Appell an alle, die sich mit Bildung beschäftigen:
Die Einstiegshürde für KI war noch nie so niedrig wie jetzt. Aber sie wird steigen. Je mehr Tools es gibt, desto unübersichtlicher wird der Markt. Und je länger man wartet, desto größer wird der Rückstand.
Bleiben Sie also am Ball. Machen Sie sich jetzt mit den Möglichkeiten vertraut. Denn die Zukunft der Weiterbildung wird nicht ohne KI gedacht werden – und das ist gut so.
Sonnige Grüße
Raffaele Sciortino
Webinar-Designer, KI-Coach & Gründer von Webinaria.ch
www.webinaria.ch | LinkedIn
Pressemitteilung des BAGSV Berlin, 22. April 2025
Die Bundesarbeitsgemeinschaft Selbständigenverbände (BAGSV) begrüßt, dass im Koalitionsvertrag von CDU/CSU und SPD mehrere Maßnahmen zur Verbesserung der Rahmenbedingungen für Selbstständige aufgenommen wurden. Das ist ein längst überfälliger Schritt – dem nun schnellstmöglich konkrete Taten folgen müssen.
Positiv wird die angekündigte Reform des Statusfeststellungsverfahrens bewertet. Eine praxisnahe, unbürokratische und rechtssichere Lösung ist aus Sicht der BAGSV ein kostenloses Konjunkturprogramm für die Wirtschaft. Die im Koalitionsvertrag vorgesehene Genehmigungsfiktion kann hilfreich sein – für Selbstständige und ihre Auftraggeber ist sie jedoch nicht ausreichend, da sie die permanente Unsicherheit und Kontrolllogik nicht beendet.
Auch die geplante Altersvorsorgepflicht für Selbstständige wird kritisch gesehen. Viele Solo- und Kleinstunternehmer/innen befürchten eine Überforderung durch unfair berechnete und deshalb zu hohe Beiträge. Die BAGSV erinnert an die Zusagen aus früheren Gesprächen: Eine Opt-Out-Möglichkeit und die Begrenzung auf künftige Gründungen müssen Bestand haben. Ein sozialpolitisches Ziel darf nicht auf Kosten wirtschaftlicher Existenzen erreicht werden.
Was jedoch fehlt, ist eine übergeordnete Strategie für die politische Unterstützung von Selbstständigen. Die BAGSV fordert daher, die Zuständigkeit für diese wichtige Gruppe im Bundeskanzleramt und in allen relevanten Ministerien klar zu verankern – durch benannte Ansprechpartner/innen und die Entwicklung einer ressortübergreifenden Selbstständigenstrategie.
Kontakt für Rückfragen und Interviewwünsche:
Bundesarbeitsgemeinschaft Selbständigenverbände (BAGSV)
Jörn Freynick, Generalsekretär
freynick@bagsv.de; Mobil: +49 176 704 979 38
Über die BAGSV:
Die Bundesarbeitsgemeinschaft Selbständigenverbände (BAGSV) ist ein Zusammenschluss von aktuell 26 Verbänden, die gemeinsam die Interessen von deutlich über 100.000 Selbstständigen vertreten – darunter Solo-Selbstständige, Freiberufler/innen sowie Kleinstunternehmer/innen aus unterschiedlichsten Branchen. Ziel der BAGSV ist es, die politische Wahrnehmung und die Rahmenbedingungen für Selbstständige in Deutschland zu verbessern. Die Sprecher der BAGSV sind Marcus Pohl, Andreas Lutz und Jan-Peter Wahlmann, Generalsekretär ist Jörn Freynick.
Metaverse und NFTs – nur Hype oder schon Realität?
Von virtuellen Meetings bis zu digitalen Besitzrechten verändern diese Technologien unsere Welt. Doch was steckt wirklich dahinter, und welche Chancen oder Risiken bringen sie mit sich? Das Kapitel 20 aus dem Buch „Führung ist mehr – 27 Fragen, die wir auch beantworten können“ von Gianni, Jan und Marcello Liscia beschäftigt sich mit dieser Frage.
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Die Erwachsenen- und Weiterbildung spielt eine entscheidende Rolle, um den gesellschaftlichen Zusammenhalt zu sichern und Menschen zu befähigen, Veränderungen aktiv mitzugestalten.
Auf Initiative des wb-web hat der GABAL e.V. an einem Positionspapier mitgewirkt, das klare Forderungen an die Politik stellt:
✅ Anerkennung der gesellschaftlichen Bedeutung der Erwachsenenbildung✅ Langfristige Finanzierung über Legislaturperioden hinaus✅ Verbesserte Arbeitsbedingungen für Weiterbildende✅ Zugang zu Bildung für alle
Jetzt ist die Politik gefragt! Wir fordern ein klares Bekenntnis zur Weiterbildung – für eine zukunftsfähige Gesellschaft.
Hier gehts zum Positionspapier >>
Bitte unterstützt das Positionspapier und teilt es in euren Netzwerken.
Die Wertschätzende Kommunikation (WsK) – eine gewisse Ergänzung der GFK (Marshal Rosenberg) – hat zwei Grund-Pfeiler:
- **Das Gebot der Akzeptanz natürlicher menschlicher Unterschiedlichkeit**
d.h. Andere so zu akzeptieren, wie sie sind – sie nicht verändern zu wollen.
Letztlich ist dies das christliche Gebot der Nächsten-Liebe!Dieses Postulat führt häufig zu einem Problem, etwa wie nachstehend:- Ich weiß, wie ich denke, empfinde, handele - ticke, und ich bin normal!
-
Und wenn Du anders tickst, kannst du nicht normal sein (denn ich bin ja normal!)Jeder Mensch hat seine individuelle Persönlichkeits-Struktur, die mit der SKA (STUFEN)
analysiert werden kann. P. (bzw. Verhalten) ist grds. unveränderlich, da genetisch fundiert.- Die Möglichkeit, dennoch Menschen zu verändern, und zwar gemäß der Lewin-
Formel: V = f (P, U ...): Das menschliche Verhalten ist eine Funktion der individuellen
Persönlichkeits-Struktur und seiner situativen Umwelt.
- Die Möglichkeit, dennoch Menschen zu verändern, und zwar gemäß der Lewin-
Dies bedeutet: Wenn ich mein Verhalten ändere, hat mein Gegenüber (Umwelt) eine veränderte Umwelt und ändert – ggf. mit Verzögerung – auch sein Verhalten. Es ist erstaunlich, wie häufig dieses Ergebnis im Umgang miteinander zu beobachten ist.
Die Intention, den Partner verändern zu wollen, ist sowohl im Beruf als auch in der privaten
(ehelichen) Partnerschaft sehr häufig zu beobachten. Eine Partnerschaft – zwei Menschen
mögen oder brauchen sich – hat in der Regel zwei Ursachen:
- Gleich zu Gleich gesellt sich gern!
- Gegensätze ziehen sich an, sie ergänzen sich.
Die Statistik zeigt, dass die Ehen ähnlich veranlagter Menschen sehr lange halten, dagegen die Ehen von Menschen mit sehr unterschiedlichem Charakter oft früh geschieden werden.
Der Hauptgrund dürfte sein : Nicht-Stärken bzw. Schwächen werden nicht akzeptiert.
Schwächen sind Übertreibungen von Stärken,
Nicht-Stärken sind das Gegenteil von Schwächen: Gering ausgeprägte Stärken.
Eine Beachtung der im „Gelassenheits-Gebet“ enthaltenen Empfehlungen zeigt die
Möglichkeit / Voraussetzung zur Vorab-Lösung des Kommunikations-Problems:
Akzeptanz eigener Nicht-Stärken – Verringerung / Abbau eigener Schwächen.
Bei der Besprechung / Auswertung der Ergebnisse der SKA zwischen Partnern ist es sehr
hilfreich, wenn beide Partner zwei Analysen durchführen: Für sich selbst und für den Partner
und die Ergebnisse anschließend analysieren bzw. Abweichungen von Selbst- und Fremd-
Analyse, letztere mit Beispielen, diskutieren. Häufig geht dabei ein Lichtlein auf: Aha-Eekt!
Dr. Hardy Wagner


