„Sönnigsens letzter Fall | Nordsee-Cosy-Crime mit Spannung, Witz und skurrilem Detektivquartett“ als Band 3 dieser Serie mit mehr als 350 spannenden Seiten.
Wenn der Job einen nicht loslässt…
…kann das gefährlich werden – für einen selbst und nervig dazu, für andere, Nachfolger im Amt inklusive. Das ist doch mal eine Kombi der etwas anderen Art … „Ein gelangweilter Rentner, ein totes Schaf, eine gefährliche Mission: Karl Sönnigsen hat Langeweile. Während seine Frau und all seine Freunde ihren Hobbys nachgehen, ist Karl hauptsächlich unzufrieden – und misstrauisch! Der dritte und letzte Fall für das originellste Ermittlerteam, das Sylt je gesehen hat – eine perfekte Urlaubslektüre. Denn was treiben diese unerzogenen Jugendlichen, die hier reihenweise Ferien mit ihren reichen Eltern machen, eigentlich die ganze Zeit? Karl wittert überall das Verbrechen und meldet sich mit seinen Beobachtungen auch regelmäßig bei der Polizei. Doch die wollen von seinem Spürsinn nichts wissen. Schon gar nicht, als Karl einen kaltblütigen Mord meldet – an einem Schaf. Doch er glaubt fest daran, dass hinter diesem Unfall viel mehr steckt. Und so gründet Karl Sönnigsen eine »Soko Schaf«. Was Karl jedoch nicht ahnt – das Schaf war erst der Anfang…“ und dient zunächst schlicht als Alibi, immer wieder aufpoppend (S. 202 usw.).
Sönnigsens Sokos
Womit sich das gewohnte Durcheinander entwickeln kann, was mit Verhalten, Kommunikation und Verständnis füreinander zu tun hat, in diesem Zirkel plus offizieller Ermittlung… Nun, immerhin befasst Karl sich inzwischen auch mit anderen Themen, die seinem „Ruhestand“ eher spiegeln, etwa die Frage nach unnötig umfangreichem Marmeladen-Angebot (S. 29f.), was mich natürlich erinnert hat an – Neuro-Marketing … Wie sehr die Umstände ein Leben beeinflussen (können), zeigt sich etwa an der Person des Markus (S. 126ff.). Doch natürlich steht im Zentrum Karl Sönnigsen mit seinem über Jahre aufgebauten Netzwerk, das ihm ein inoffizielles Ermitteln an vielen Stellen ermöglicht (S. 311 etc.). Nun, sollen wir wirklich daran glauben, dass dies der finale Fall war? Gar zu schade um dieses herrliche Lokal-cosy-crime! HPR www.dialogprofi.de www.gabal.de
